Fanklub im Stress

„Drei Tage Faschingssitzung und Olympia!“

Olympia
07.02.2026 18:00

Mehr als 70 Fans drückten Stefan Babinsky gestern in Seckau ganz fest die Daumen. Rang 26 in der Abfahrt tat guter Stimmung keinen Abbruch. Die ersten Olympia-Tage werden für den einen oder anderen aber richtig hart.

Ein Ort im Ausnahmezustand! „Das ist ein hartes Wochenende für uns: drei Tage Faschingssitzung und gleichzeitig Olympia“, lacht Peter Schmid, Obmann vom Fußballverein in Seckau. Denn mit Stefan Babinsky hat die Marktgemeinde mit rund 1300 Einwohnern einen Skifahrer in Italien dabei. Der 29-Jährige ist der erste Olympionike des Ortes seit den Vogel-Brüdern Werner und Josef – die beiden Langläufer starteten bei den Olympischen Spielen 1976 in Innsbruck.

Schon eine Stunde vorm Start marschierten die ersten Fans mit Rasseln zum Vereinshaus. Die Parkplätze in der Umgebung wurden schnell rar, Sitzplätze in der aus allen Nähten platzenden Kantine waren 30 Minuten vorher ohnehin keine mehr zu ergattern. Minütlich trudelten Menschen ein. Über 70 wollten ihren Stefan von der Ferne die nötige Energie senden. Jeder einzelne Läufer im Fernseher wurde beklatscht, die Österreicher sowieso.

Fanklub-Mitglied Norbert mit der hölzernen Tafel, die er selbst angefertigt hat.
Fanklub-Mitglied Norbert mit der hölzernen Tafel, die er selbst angefertigt hat.(Bild: Michael Gratzer)

Pünktlich zur Eröffnung des Rennens stellte Norbert noch schnell die handgefertigte, hölzerne Fanklub-Tafel ab. „Ich bin gerade so fertig geworden. Die Kinder haben mir beim Bemalen brav geholfen.

“Enttäuscht war niemand“
Punkt 12.35 Uhr wurde es dann richtig laut: Ihr Liebling stand im Starthaus bereit. „Die Fahnen werden in Bodenhöhe geschwungen“, mahnte eine ältere Herren-Gruppe die Kinder in der ersten Reihe. Die Daumen wurden jedenfalls noch fester gedrückt. Bei jeder Zwischenzeit ging ein Raunen durch die Menge. Schon nach der ersten war ihnen klar – mit der Medaille wird es an diesem Tag nichts.

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Die Freude, dass er gut runtergekommen ist, überragt das Ergebnis. Wir wissen, was Stefan kann – darum hoffen wir auf den Super-G!

Babinsky-Fan Elfriede

Im Ziel schwang Babinsky bei seiner olympischen Premiere als 26. ab. Das tat der guten Stimmung aber keinen Abbruch. „Die Freude, dass er gut runtergekommen ist, überragt das Ergebnis“, lächelt Elfriede. Bürgermeister Martin Rath stimmt zu. „Enttäuscht sind wir nicht. Der Super-G ist seine Disziplin, da wird er voll angreifen. Die Abfahrt war eine Generalprobe – jetzt kennt er auch die Strecke.“

Nächste Party wartet
Ein ganzer Ort steht hinter dem Ski-Ass. In Kitzbühel und Wengen war Babinsky heuer im Super-G schon am Stockerl. „Wir wissen, dass er es kann!“ Darum wird das Vereinshaus am Mittwoch wieder zum Treffpunkt im Ort. Gestern war das Rennen jedenfalls die perfekte Einstimmung. Auch für die Faschingssitzung dann am Abend.Michael Gratzer

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