„Chance genutzt“

„Super Italia!“ Speed-Duo lässt Gastgeber jubeln

Olympia
07.02.2026 16:37
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Italiens Abfahrer haben der Gastgebernation bei den Olympischen Spielen gleich doppelten Grund zur Freude beschert. Der Jungstar Giovanni Franzoni und der alte Hase Dominik Paris besorgten am Samstag in der Olympia-Abfahrt von Bormio hinter dem Schweizer Franjo von Allmen die ersten italienischen Medaillen.

Vor allem für Paris war es nach schwierigen Jahren ein Tag der absoluten Befriedigung. „Ich habe meine letzte Chance genutzt“, sagte der „König von Bormio“.

Dominik Paris
Dominik Paris(Bild: AFP/DIMITAR DILKOFF)

Trotz einer hartnäckigen Knöchelblessur raste Paris bei seinen fünften und letzten Winterspielen zur ersehnten ersten Medaille. Einen besseren Ort als Bormio, wo Paris allein auf der Abfahrt sechsmal triumphiert hat, gibt es nicht. „Es ist einer der besten Momente meiner Karriere“, sagte der 36-Jährige. „Wenn mir einer vor vier Jahren gesagt hätte, dass ich heute noch dabei bin, hätte ich es nicht geglaubt. Ich war nicht mehr so gut und so überzeugt unterwegs“, sagte der Südtiroler mit der Holzfällerstatur. „Irgendwie habe ich es in den letzten zwei Jahren geschafft, noch einmal Fuß zu fassen.“

„Super Italia, Franzoni und Paris auf dem Podium in der Abfahrt!“, titelte Italiens Sportbibel „Gazzetta dello Sport“. In 90 Jahren davor hatte Italien ganze drei Olympia-Medaillen in der Männer-Abfahrt gewonnen. Nun zuhause in den norditalienischen Alpen gleich zwei durch Franzoni und Paris. Während der andere bald abtreten könnte, gehört dem 24-jährigen Franzoni die Zukunft.

Franzoni sehnt sich nach mehr
„Ich weiß nicht, ob er nächstes Jahr weitermacht, aber das hier ist die größte Bühne, die wir teilen können“, sagte Franzoni über den zwölf Jahre älteren Teamkollegen. Auf die Frage, ob er Silber gewonnen oder Gold verloren habe, sagte der Kitzbühel-Sieger: „Normalerweise würde ich mich über Platz zwei sehr freuen, aber zwei Zehntel sind wirklich knapp. Vor allem da ich den Geschmack des Sieges gekostet habe.“ Es sei deshalb wohl „50:50“.

(Bild: APA/EXPA)

Er gebe den Jungen um Franzoni gern ein paar markige Sprüche mit auf den Weg, hatte Paris im Vorfeld zugegeben. „Damit sie Gas geben.“ Und den Altmeister Unrecht strafen. „Wir haben viel Spaß in der Mannschaft. Letztes Jahr war das Klima nicht so schön“, sagte Paris über die verstreut in kleinen Einzel- oder Zweierteams trainierenden Italiener.

Ob man durch den tragischen Tod von Matteo Franzoso im Chile-Trainingslager näher zusammengerückt sei? So hatte es bereits Christof Innerhofer erklärt. „Kann sein. Das fühlt jeder anders“, sagte Paris. Hauptursächlich für die gute Stimmung sei letztlich das sportliche Abschneiden. „Resultate helfen, da hast du einfach eine andere Lockerheit im Team.“

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