In Norditalien, wo die Olympischen Winterspiele Mailand-Cortina laufen, sind am Samstag zeitgleich drei Sabotageakte an Eisenbahnstrecken verübt worden. Und auch vor den Rodel-Rennen musste die Polizei sowie die Staatsanwaltschaft zum Eiskanal ausrücken. Die Ermittler schließen nicht aus, dass Anarchisten hinter den Taten stecken.
Am Sliding Center, wo die Bob-, Skeleton- und Rodel-Wettbewerbe stattfinden, entdeckten Techniker kurz vor dem Einsatz unserer Einsitzer (Jonas Müller, Wolfgang Kindl, Nico Gleirscher) am Notstromaggregat vertauschte Stromkabel. Der Verdacht: absichtliche Manipulation.
Sicherheitskräfte sicherten den Bereich sofort ab, die Polizei nahm gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft die Ermittlungen auf. Steht die Aktion im Zusammenhang mit den Anschlägen auf Italiens Bahnnetz am Vormittag?
Betroffen waren hier die Strecke Bologna-Padua, wo an einer Weiche ein selbst gebauter Sprengsatz gefunden und entschärft wurde, berichteten die Ermittler. Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke auf derselben Verbindung wurden in einem Kabelschacht Stromleitungen durchtrennt. Sabotiert wurde auch die Bahnlinie Bologna-Ancona bei Pesaro. Dort wurde ein Brand an einer elektrischen Anlage ausgelöst.
Bahnverkehr stark beeinträchtigt
Der Bahnverkehr war am Samstag stark beeinträchtigt: Fern-, Intercity- und Regionalzüge fahren nur mit Verspätungen von bis zu 90 Minuten. Besonders betroffen sind mehrere Hochgeschwindigkeitszüge, teilte die italienische Bahngesellschaft Trenitalia mit. Regionalzüge wurden zudem umgeleitet oder gar gestrichen.
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