Di, 21. Mai 2019
17.04.2019 12:30

Ärztekammer empfiehlt:

„Krankenhaus Natters aufwerten statt zusperren“

Als wertvollen und diskussionswürdigen Vorschlag bezeichnet der Präsident der Ärztekammer für Tirol den Vorstoß von Fritz Gurgiser, dem Obmann des Transitforums Austria-Tirol, die in Wiesing geplante REHA-Einrichtung für Kinder und Jugendliche am Standort des Krankenhauses Natters zu errichten. 

Von Gurgiser veranlasste Lärmmessungen hatten ergeben, dass auch der derzeit ins Auge gefasste Standort in Wiesing - obwohl weiter von der Autobahn entfernt als das ursprüngliche Projekt - starken Lärmbelastungen ausgesetzt ist.

Ärztekammerpräsident Artur Wechselberger fordert den Erhalt und ein Ausbaukonzept für das Krankenhaus Natters, das die Synergieeffekte durch die Einbeziehung der Kinder-Reha berücksichtigt. Außerdem gehören die Projektunterlagen der Beratungsfirma EPIG zur regionalen Strukturplanung der Tiroler Krankenhauslandschaft endlich - auch in allen Details - auf den Tisch.

Es könne nicht sein, dass der betroffenen Bevölkerung und den verunsicherten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern das Organisationskonzept und die Kostenkalkulation vorenthalten werden. „Scheinbar riskiert man auch in Tirol einen politischen Denkzettel, wie er kürzlich der Steiermärkischen Landesführung präsentiert wurde“, spielt der Tiroler Ärztekammerpräsident auf die breite Ablehnung des Spitalkonzeptes durch die betroffene Bevölkerung in der Obersteiermark an.

Ein Konzept, das auch von der Firma EPIG erstellt worden war. Dass dieses Beratungsunternehmen, eine GmbH, im Mehrheitseigentum des Landes Steiermark steht, macht die Situation nicht weniger pikant. Auch das Gründungsjahr der Firma - 2016 - spricht nicht gerade für eine langjährige Tradition und Erfahrung in medizinischen Versorgungsfragen.

Ungereimtheiten sieht auch der Vizepräsident und Spitalsarzt Klaus Kapelari, der sich fragt, wie man die „Natterer Pulmologie“, eine Abteilung mit 104 Betten in der Innsbrucker Klinik unterbringen will, wenn man erst kürzlich die Kinder- und Jugendpsychiatrie wegen des zusätzlichen Platzbedarfs von 21 Betten von Innsbruck nach Hall verlegen musste.

„Ob nicht damals schon eine Erweiterung in Natters besser als ein Neubau in Hall gewesen wäre“, hinterfragt Kapelari das Strukturkonzept des Landes generell.

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