19.04.2019 08:00 |

„Krone“-Ombudsfrau

Zeit verhinderte Überweisung

Das muss man als Bankkunde erst einmal wissen: Bei Überweisungen kann  es auf die genaue Uhrzeit ankommen. Konto-Ausgänge werden  nämlich früher gebucht als Eingänge. Eine Leserin aus Wien musste deshalb Mahnspesen zahlen, weil ihr Konto nicht gedeckt war.

Eva A. wollte alles richtig machen. Sie hat per Online-Banking eine Überweisung von 250 Euro — Begleichung einer Arztrechnung — für den 1. März eingebucht. Am 1. jeden Monats geht ihre Pension ein und sie wäre auchin der Zahlungsfrist gewesen. Aber — die Überweisung ging nicht durch. Der Arzt reichte Klage ein.„Ich habe sofort den Anwalt angerufen, den Betrag noch einmal überwiesen und zusätzlich 44 Euro für die Klagsrückziehung bezahlt“, schildert die Wienerin.

Diese Kosten wollte sie von ihrer Bank ersetzt haben. Denn am 1. jeden Monats sollte ihr Konto doch gedeckt sein. Die Krux an der Sache ist jedoch die: Individuelle Überweisungen wie etwa Online-Aufträge werden vom Systeman einem Tagzuerst durchgeführt. Zum Beispiel schon kurz nach Mitternacht.Danach erfolgen erst die Gutschriften wie Gehalts- oder Pensionseingänge, dann die Einziehungsaufträge etc., wie uns dieBAWAG mitteilte.Täglich seien mehr als eine Million Transaktionen durchzuführen, und die könnten nicht alle gleichzeitig verarbeitet werden. Deshalb war das Konto von Frau A. zum Zeitpunkt der Überweisungnoch nicht gedeckt. Kulanzhalber ersetzt man ihr aber die 44 Euro.

 Ombudsfrau
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