Mi, 24. April 2019
08.04.2019 15:54

Landestheater Salzburg

Präsentation des Spielplans für 2019/20

Unter dem Titel „Wir und die anderen“ will das Salzburger Landestheater in der kommenden Saison Fragen von Abgrenzung und Gemeinsamkeit ins Zentrum stellen. „Wir leben in einer Gesellschaft, in der immer öfter Abgrenzungen geschehen und Errungenschaften der Humanität aufs Spiel gesetzt werden“, sagte Intendant Carl Philip von Maldeghem am Montag bei der Präsentation des Spielplans für 2019/20.

Geplant sind mehr als 20 Produktionen, 15 davon sind Ur- und Erstaufführungen von zeitgenössischen Stoffen und Stücken. In vielen der Produktionen würden die Grenzen zwischen den einzelnen Sparten des Hauses verschwimmen, kündigte Maldeghem an. So begegnen sich in Carl Maria von Weberns „Oberon“ Oper, Schauspiel und Ballett. Ein Treffen der Sparten gibt es auch bei „Sieben Dramolette“, einer Zusammenarbeit mit der Mozartwoche Salzburg unter der Regie von Rolando Villazon. Sieben Autorinnen und Autoren wurden eingeladen, sich von Mozart-Divertimenti inspirieren zu lassen und ein Dramolett zu verfassen. Die Stücke werden zuerst musikalisch präsentiert, dann führen Schauspieler den Text auf, das Ballett ergänzt den Abend.

Nach den „Dionysien“ im Jahr 2017 hat sich das Team um Maldeghem erneut einen Theatermarathon „Mysterien - Ein Salzburger großes Welttheater“ vorgenommen. Das Landestheater lässt damit die Mysterienspiele des Mittelalters aufleben und greift im Gründungsjahr der Salzburger Festspiele Hugo von Hoffmansthals Idee vom „Salzburger großen Welttheater“ auf. Oper, Schauspiel, Tanz und partizipative Formate der Sparte „Junges Land“ verschmelzen in den vier Teilen des Mammutprogramms, in dem die szenische Aufführung eines Briefwechsels von Charles Darwin mit seiner Verlobten Emma Wedgwood, Joseph Haydns „Die Schöpfung“, das Theaterstück „Wer den Wind sät“ von Jerome Lawrence und Robert E. Lee sowie die Frage „Homo = Deus“ ineinandergreifen.

Im Schauspielbereich sind Aufführungen von Edmond Rostands „Cyrano de Bergerac“, Thomas Bernhards „Heldenplatz“ in der Inszenierung von Alexandra Liedtke oder eine Wiederaufnahme von Albert Camus „Caligula“ geplant. In der Oper nimmt sich das Landestheater Richard Wagners „Lohengrin“ oder Gaetano Donizettis „Viva la Diva“ vor. Einen „Opernthriller“ verspricht Operndirektorin Karin König mit Stuart MacRaes „Anthropozän“. Die zeitgenössische Oper erzählt die Geschichte einer Expedition in die Arktis, bei der das Forschungsschiff eingeschneit wird. „Es ist ein Thriller, der sich mit dem Klimawandel und menschlichen Konflikten beschäftigt“, erklärte König. Weiters im Programm: „The Rocky Horror Show“, „My Fair Lady“ oder die Ballettproduktionen „Romeo und Julia“ und „Der Nussknacker“.

Für das jüngere Publikum sind Produktionen wie „Der kleine Vampir“, „Guter Drache & Böser Drache“, „Die Mitte der Welt“ oder „Peter Pan“ geplant. Mit „Der Freischütz“ wagt sich das Landestheater auch an eine Oper für Kinder heran.

Im Lauf der kommenden Spielzeit wird das Landestheater in unmittelbarer Nähe in der Theatergasse ein Servicecenter mit Theaterkasse für die Besucher einrichten, kündigte Bernhard Utz, kaufmännischer Direktor des Landestheaters an. Außerdem will man die Abonnenten noch enger an das Theater binden. So sind für die Käufer der Premierenabos spezielle Einführungsveranstaltungen im Hotel Sacher geplant.

In der aktuellen Spielzeit zählte man bis Ende März bereits 110.000 Besucher, was einer Auslastung von etwa 83 Prozent entspricht. Das Gesamtbudget für die Saison 2018/19 beträgt rund 19,3 Millionen Euro, der Eigendeckungsgrad soll zum Ende der Spielzeit bei rund 23 Prozent liegen.

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