Sa, 20. April 2019
07.04.2019 14:01

„Gebäude zitterte“

Gewaltiger Feuerball erschüttert Zentrum von Paris

Eine gewaltige Detonation im Zentrum von Paris hat am Samstagabend zahlreiche Wohnungen eines Gebäudes in Schutt und Asche gelegt und die Gegend rund um den Wohnblock erschüttert. Wie durch ein Wunder gibt es keine Verletzten: Mieter warnten sich gegenseitig und flüchteten ins Freie, die Feuerwehr räumte das Gebäude. Aufnahmen, die Passanten und Anwohner in sozialen Medien veröffentlichten, zeigen das Ausmaß der Zerstörung und den riesigen Feuerball, der den Himmel erleutete.

„Wir fühlten, wie das Gebäude zitterte, und sahen plötzlich riesige Flammen auftauchen“, sagt Mamadou, ein Mieter des Gebäudes. Nachbarn und ganze Familien seien aus ihren Wohnungen geflohen. Jüngere Leute hätten an die Türen geklopft und sie vor dem Feuer gewarnt, so Mamadou weiter. „Ohne sie wären wir längst tot.“

Vor der gewaltigen Explosion wütete in dem Gebäude im 19. Bezirk in der Nähe des Gare du Nord ein Brand, der sich in kurzer Zeit auf insgesamt 27 Wohnungen ausbreitete. Rund 60 Feuerwehrmänner kämpften bis in die Morgenstunden gegen die Flammen. Verletzte gebe es keine. „Im Moment sind uns keine Opfer bekannt“, berichtete ein Sprecher der Feuerwehr gegenüber „Le Parisien“. Mehrere Menschen hätten noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte selbst aus ihren Wohnungen entkommen können.

Gasflaschen auf Balkon
Wieso es zu dem Brand und in weiterer Folge zu der gewaltigen Explosion gekommen ist, ist noch unklar: „Das Gebäude wird nicht mit Gas betrieben, aber auf den Balkonen könnten Gasflaschen gelagert worden sein“, so der Feuerwehrsprecher. 

Den geflüchteten Bewohnern wurde ein Fitnessstudio zur Verfügung gestellt, um dort die Nacht zu verbringen. In ihren Wohnungen wird kaum etwas über sein, das das Feuer überstanden hat.

Drei Tote bei Explosion im Jänner
Erst im Jänner war es im Zentrum von Paris zu einer heftigen Explosion gekommen
, bei der zwei Feuerwehrmänner und eine Touristin starben. Die Feuerwehr war zum Unglückszeitpunkt wegen eines gemeldeten Gasaustritts an Ort und Stelle im Einsatz gewesen. Aus diesem Grund ging die Polizei auch schnell von einem Gasleck als Ursache für die Explosion aus.

 krone.at
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