25.03.2019 06:00 |

„Krone“ beim Vorreiter

Köstinger besucht Umwelt-Musterschüler Dänemark

Antiatom-Rückendeckung im Kampf gegen den Ausbau des Uralt-Meilers Mochovce, aber auch grünes Know-how holt sich die Umweltministerin jetzt aus Dänemark. Am Sonntag reiste Elisabeth Köstinger vor allem deswegen in das nuklearfreie skandinavische Land, weil dieses als weltweiter Vorreiter und Musterschüler bei der radikalen Energiewende hin zu sanften Erneuerbaren gilt.

„Wir können von den Dänen vieles lernen. Denn sie haben knapp vor uns den vierthöchsten Anteil erneuerbarer Energie am Gesamtverbrauch und beziehen 43 Prozent des Stroms aus Windenergie. Das ist Weltrekord, zumal die Skandinavier an manchen Tagen allein aus diesen Anlagen mehr als 100 Prozent ihres Strombedarfs decken können“, staunte Köstinger beim Besuch des Offshore-Windparks Middelgrunden vor der Küste der Hauptstadt Kopenhagen.

Jetzt will die Ministerin die Erfolgsrezepte des Staates im Norden Europas auch in Österreich anwenden. In Form einer langfristigen Strategie für den Klimaschutz. Köstinger: „Auch hier können wir etwas mitnehmen. Denn das atomfreie EU-Land will als einer der ersten Staaten weltweit bis 2050 alle fossilen Brennstoffe gänzlich durch nachhaltige Quellen ersetzen!“

Video: Köstinger nimmt zu Vorwürfen der Ökostromnovelle Stellung

Anteil erneuerbarer Energie soll gesteigert werden
Die Umweltministerin – sie war in der Heimat zuletzt mit Kritik an steigenden CO2-Emissionen konfrontiert – fühlt sich nicht nur deswegen bestärkt, weiter gegen den Ausbau von Mohovce zu kämpfen: „Europa hat nur dann eine klimafreundliche Zukunft, wenn es aus der Atomenergie aussteigt. Wir werden unseren Beitrag zur Energiewende leisten. Unser Ziel ist es ja, bis 2030 den Anteil von 73 Prozent erneuerbaren Stroms auf 100 zu steigern!“

Möglicher Vorteil: Strom ist in Dänemark viel teurer. Und auf den heimischen Straßen sind doppelt so viele Elektro-Fahrzeuge unterwegs als im skandinavischen Musterland. Beim Radverkehr hat Österreich hingegen noch Aufholbedarf.

Mark Perry, Kronen Zeitung

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