Nach einem ungewöhnlich frühen Start der Saison gehen die Grippefälle in Österreich wieder zurück. Da der Bedarf an Arzneimitteln im Dezember „ungewöhnlich hoch“ war, gibt es derzeit aber einen Lieferengpass. Für Anfang Februar sei weiterer Nachschub angekündigt, sagte Phago-Generalsekretärin Monika Vögele.
„Auch bei Paracetamol-haltigen Schmerzmitteln stockt bei einigen Präparaten im Moment die Nachlieferung. In unseren Phago-Lagern haben wir aber 220.000 Medikamente mit diesem Wirkstoff bevorratet, damit ist genug da. Kinderfiebersäfte sind ausreichend auf Lager, ebenso Hustenstiller, Nasensprays und Schnupfenmittel“, führte sie in einer Aussendung weiter aus. Phago ist ein Arzneimittel-Großhändler, der fünf Mitgliedsunternehmen hat und pro Monat 20 Millionen Arzneimittelpackungen an Apotheken in Österreich ausliefert.
Lieferverzögerungen gibt es laut Vögele aktuell bei einem Viertel der Psycholeptika wie Schlaf- und Beruhigungsmitteln und bei jedem fünften Schmerzmittel. „Aktuell müssen wir bei knapp 1.300 Arzneimitteln lenkend eingreifen, weil es seitens der Industrie Probleme beim Nachschub gibt. Mehr als zwölf Prozent des Arzneimittelmarktes sind von Lieferschwierigkeiten betroffen“, sagte Vize-Generalsekretärin Mila Pohl.
Der Engpass bei den Grippe-Medikamenten kann laut Phago bis zur Nachlieferung Anfang Februar noch kompensiert werden. Ende Dezember waren österreichweit 782 Menschen wegen Influenza im Krankenhaus und 38 auf der Intensivstation. Anfang Jänner waren fast 6000 Menschen mit Grippe im Krankenstand.
Fachleute halten einen neuerlichen Anstieg der Influenzafälle in den Semesterferien für möglich. „Erfahrungsgemäß kommt es insbesondere nach Feiertagen und Urlaubsphasen zu zusätzlichen Erkrankungen“, teilte die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) mit. Wer sich impfen lässt, hat den Schutz nach etwa ein bis zwei Wochen ausreichend aufgebaut.
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