22.03.2019 11:09 |

Zweifel am Tatverdacht

Fall Rebecca: Haftbefehl gegen Schwager aufgehoben

Im Fall der seit fast fünf Wochen vermissten 15-jährigen Rebecca aus Berlin ist der Haftbefehl gegen ihren Schwager am Freitag aufgehoben worden. Es gebe aufgrund des gegenwärtigen Ermittlungsstandes Zweifel am dringenden Tatverdacht gegen den 27-Jährigen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Tiergarten habe den Haftbefehl gegen den Beschuldigten wegen Totschlags daher aufgehoben. Die Staatsanwaltschaft hält die Entscheidung „im Hinblick auf die gegenwärtig bestehende Beweislage“ für vertretbar und will zum jetzigen Zeitpunkt keine Beschwerde dagegen einlegen. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft gehen die Ermittlungen und die Suche nach Rebecca „mit unveränderter Intensität“ weiter. Neue Erkenntnisse gebe es derzeit nicht.

Ermittler gehen davon aus, dass Rebecca tot ist
Bereits mehrfach hatte die Polizei Waldstücke in Brandenburg und einen See nach Rebecca abgesucht - bislang ohne Ergebnis. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben nicht davon aus, das Mädchen lebend zu finden.

Rebecca hatte sich am 18. Februar in der Früh bei ihrer Schwester und ihrem Schwager im Berliner Stadtteil Britz aufgehalten. Sie kam danach nicht in die Schule. Der 27 Jahre alte Schwager galt bislang als tatverdächtig und saß in Untersuchungshaft. Sein Auto war den Ermittllungen zufolge durch eine Überwachungsanlage in Brandenburg erfasst worden - und zwar am Tag von Rebeccas Verschwinden sowie erneut am Tag danach. Im Kofferraum seines Wagens wurden zudem Haare der Verschwundenen gefunden.

1900 Hinweise zum Verschwinden
Inzwischen seien mehr als 1900 Hinweise zum Verschwinden des Mädchens eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

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