15.03.2019 18:13 |

Kameraden halfen

Lawine verschüttete vier Tourengeher

Vier Tourengeher, die Freitagnachmittag unter eine Lawine im Pinzgau geraten waren, sind von ihren acht Bergkameraden gerade noch rechtzeitig geborgen worden. Diese waren auf dem Rückweg vom Gipfel des Rainbachegg (2530 Meter) im Krimmler Achental, als sie die Lawine entdeckten.

Wie die Bergrettung berichtete, galt ihr Einsatz einer insgesamt zwölf Personen umfassenden Gruppe aus dem Tennengau. Acht stiegen zum Gipfel auf, brachen jedoch knapp vor dem Ziel wegen zu viel Neuschnee und Wind ab. Sie wussten nicht, dass ihnen die restlichen vier gefolgt waren. Aber auf dem Rückweg sahen sie auf einer Art Talboden in rund 2.000 Meter Seehöhe, dass dort eine Lawine abgegangen war. Sofort aktivierten sie ihre Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS) und alarmierten die Bergrettung.

Sie orteten ihre vier Bergkameraden in rund eineinhalb Meter Tiefe und gruben sie aus. Alle waren bei Bewusstsein. Sie hatten sich schon seit rund 20 Minuten in den Schneemassen befunden - ein lebensgefährlich langer Zeitraum. Zwei trugen Lawinenairbags, die sie aber auch nicht vor dem Verschüttetwerden bewahrt hatten. Zwei waren schwer, zwei leicht verletzt.

Ein Notarzthubschrauber brachte Bergretter zum Unfallort und flog die beiden Schwerverletzten in das Krankenhaus Zell am See. Die zwei Leichtverletzten konnten selbst zum nahen Krimmler Tauernhaus abfahren. Sie suchten noch am Nachmittag ihre Hausärzte auf. Zwölf Helfer und zwei Hundeführer der Bergrettung sowie Beamte der Alpinpolizei waren an dem Einsatz beteiligt. In den Hohen Tauern herrschte am Freitag wegen des Neuschnees und des starken Windes Lawinenwarnstufe 3 - erhebliche Gefahr.

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