13.03.2019 17:00 |

Eltern sind gefragt

Kopfweh bei Jugendlichen nicht ignorieren!

Im Alter von 12 Jahren kennen bereits 90 Prozent der Sprösslinge das Gefühl, wenn der Kopf weh tut. Fast jeder zweite Jugendliche greift später sogar regelmäßig zu Medikamenten. Vor allem Mädchen sind betroffen. Viele erzählen es aber nicht den Eltern, nur ein Viertel spricht mit einem Experten darüber. Der Nachwuchs fühlt sich von Eltern oft alleine gelassen

„Wenn ein drei-, vierjähriges Kind über Kopfschmerzen klagt, ist das ungewöhnlich und sollte sofort zum Arzt führen. Jugendliche, vor allem weibliche, kämpfen relativ oft damit und lösen das Problem vielfach alleine mit Tabletten“, erklärte Kinderarzt Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl, LKH Hochsteiermark/Leoben auf der Apothekertagung in Schladming (Stmk.). Laut Befragungen im Rahmen der „Initiative Schmerzlos“ gaben immerhin sechs Prozent der jungen Betroffenen an, dass ihre Eltern kein Interesse an dieser Beeinträchtigung ihrer Befindlichkeit hätten.

Eine ähnliche Untersuchung zeigte den brisanten Wahrnehmungsunterschied: Während 52 Prozent der interviewten Mütter keine Zeichen von Migräne oder Kopfweh an ihrem Nachwuchs bemerkten, gaben mehr als drei Viertel der Kinder aber an, Beschwerden zu haben.

„Kopfschmerzen in der Schule nehmen nicht nur zu, sie können auch den Bildungserfolg beeinträchtigen“, so der Experte. Er rät en Eltern, ihre Kinder im Auge zu behalten. Zunächst Therapie ohne Medikamente anstreben: Ausreichend Schlaf, regelmäßige Mahlzeiten, Stressabbau und tägliche Bewegung.

Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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