03.03.2019 08:15 |

Gastronom genötigt

Erpresser: „Geld her oder schlechte Bewertung!“

Das ist doch modernes „Schutzgeld“! Um bei Internetbewertungen nicht schlecht abzuschneiden, sollte ein Kärntner Gastronom 350 Euro bezahlen. Die unerwartet höflich verfasste Erpresser-Mail erreichte den Mann allerdings, nachdem er sein Lokal bereits aufgegeben hatte. Andere haben seines Wissens jedoch bezahlt

Heutzutage ist es im Gastgewerbe nicht leicht, seinen guten Ruf konstant aufrecht zu erhalten. Ein Priserl zu viel in der Küche oder ein „Stolperer“ beim Service und die „Daumen-runter“-Bewertungen schießen rasant in die Höhe. Kommen schließlich noch Antipathie oder Neider dazu, die ihre Freunde aufhetzen, kann der gute Ruf bald weg sein. Was dann noch fehlt, ist fiese Erpressung.

Experten warnen vor Zahlung
Experten warnen jedoch vor der Zahlung solcher Schutzgelder: „Das kann ins uferlose gehen. Besser ist es, erst gar kein Geld zu überweisen und stattdessen den Erpresserbrief plus Anzeige bei der Polizei und auf seiner Homepage zu veröffentlichen“, sagt Computerexperte Michael Perkonig. Kunden sollten sich prinzipiell die Frage stellen, wie „objektiv“ Online-Bewertungen aller Art aber sind. Egal, ob es sich um Produkte wie Bücher oder Dienstleistungen handelt.

Hotels etwa sind sehr aktiv darin, alle Sterne zu behalten. Ein Insider: „In der oberen Liga kämpfen sie um ihre ,Ausgezeichnet’ mit Gratis-Massagen, Gratis-Essen, Kino-, Theater- oder sonstigen Eintrittskarten und mehr. Das ist in der Branche auch bekannt.“

Serina Babka
Serina Babka
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