17.02.2019 10:10 |

Belastung steigt

Es gibt nur ein Rezept: Viel mehr Personal!

Streifendienst zur Verhinderung von Straftaten oder Polizisten, die sich zur Verkehrsspitze auch auf Kreuzungen wagen, wo längst das Faustrecht gilt: Fehlanzeige! Mit ein paar Polizisten mehr im Jahr ist es nicht getan, warnt die Gewerkschaft: Nur das massive Aufstocken von Personal kann die Polizei aus der Krise führen.

Nur durch 40 oder mehr Überstunden pro Beamten und Monat kann Salzburgs Polizei überhaupt den Regelbetrieb aufrecht erhalten: „Viele Beamte sind längst an ihrer Belastungsgrenze angelangt oder haben sie bereits überschritten“, so FSG-Gewerkschaftschef Walter Deisenberger.

Salzburgs Polizeispitze spricht gegenüber der Gewerkschaft nur von „angeblich fehlenden Beamten“, denn 237 Schüler seinen ja schon in Ausbildung und insgesamt 1.454 Beamte seien tatsächlich für den Alltags-Dienst verfügbar.

Die Belastung mit Fällen und Akten sei nirgendwo größer als in Salzburg, so Deisenberger: „Nicht nur, dass 2018 das Bundesland Salzburg mit einem Minus von 14,2 Prozent den höchsten Fehlbestand in ganz Österreich hatte.“ Zählt man Salzburgs Einwohner (552.600) und die Nächtigungen (29,5 Millionen) zusammen, muss sich ein Salzburger Polizist täglich um 402 Menschen kümmern, rechnet Deisenberger vor: „Im Burgenland, wo es viel mehr Polizei gibt, beträgt diese Zahl nur 261.“

2000 Ausbildungsplätze sind noch zu wenig
Seit Jahren schreit die Gewerkschaft ihren Hilferuf nach mehr Personal hinaus: „2000 Ausbildungsplanstellen zu schaffen, ist ein längst überfälliger Schritt“, so Neumarkts SP-Stadtrat Friedrich Umlauft: „Doch nach Ausbildungsende können sie den zukünftigen Bedarf wegen der gestiegenen Anforderungen dann auch nicht mehr decken.“

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