14.02.2019 11:30 |

Viele Reaktionen

Riesen-Aufregung um blaue Wahlwerbung auf Türkisch

Canan Brenner kandidiert bei der Gemeinderatswahl in der Stadt Salzburg für die FPÖ auf Platz acht – und damit allen Umfragen zufolge an aussichtsloser Stelle. Dennoch gehen jetzt wegen ihr österreichweit die Wogen hoch. Grund: Auf WhatsApp wird auf Türkisch für „unsere Schwester“ um Vorzugsstimmen geworben.

Der „Krone“-Bericht über den blauen Wahlkampf auf Türkisch wird nicht nur in Salzburg heftig diskutiert. Aus dem ganzen Bundesgebiet gibt es Reaktionen in den sozialen Netzwerken – rechte Gruppierungen und viele deklarierte FPÖ-Wähler zeigen sich fassungslos – siehe auch „Das freie Wort“ auf Seite 36.

Brenner selbst betont in einer E-Mail an die „Krone“, wie stolz sie als gebürtige Salzburgerin auf ihre „österreichische Heimat“ sei: „Ich selbst habe auch keine Wahlwerbung auf Türkisch verfasst, sondern mich lediglich bei jenen bedankt, die mich auf Türkisch angeschrieben haben.“ FPÖ-Landeschefin Marlene Svazek betont: „Wir wollen keine nicht-deutschsprachigen Wähler erreichen.“

Andere Parteien führen Wahlkampf auf Deutsch
Die Parteien sind seit der Bürgermeisterwahl Ende 2017 gebrannte Kinder, was Wahlkämpfe in Fremdsprachen angeht. Damals warb SPÖ-Kandidat Bernhard Auinger auf Türkisch um Stimmen, was ihm gerade von der FPÖ herbe Kritik einbrachte. Nun betont Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer, die Stadt-SPÖ führe einen rein deutschsprachigen Wahlkampf: „Das ist mir als Deutschlehrerin besonders wichtig.“

Auch der Neos-Spitzenkandidat Lukas Rößlhuber sagt: „Wir machen grundsätzlich nur Wahlkampf auf Deutsch.“ Dabei stehen hinter ihm gleich zwei Kandidaten mit Migrationshintergrund auf der Liste.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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