So, 19. Mai 2019
10.02.2019 06:00

Flachgautunnel

Die Verkehrs-Belastung vor der Bahn-Entlastung

Über 5500 Seiten stark sind die Unterlagen für die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) zum geplanten ÖBB-Bahntunnel durch den Flachgau. Selbst die Pläne bedecken eine Fläche von 320 m²! Köstendorf kämpft sich derzeit als „gallisches Dorf“ durch sämtliche Unterlagen, will keinen Punkt übersehen.

Die Unterlagen zum Flachgautunnel werden derzeit auf ihre Vollständigkeit überprüft. Danach kann die UVP beginnen. Ein langer Forderungskatalog erging in der vergangenen Woche dazu von der Gemeinde Köstendorf an das Ministerium. Viele Punkte sollen noch mit einfließen. Neben den bekannten Themen wie dem Lärm, Staub oder der 110-KV-Stromleitung rückt mehr der Verkehr rund um das Milliarden-Projekt in den Fokus. „Wir wurden da erst sehr spät informiert“, beklagt Bürgermeister Wolfgang Wagner, der kritisiert, dass Gemeindestraßen komplett gesperrt werden sollen.

Baustellenverkehr betrifft gesamte Region
„Das Verkehrskonzept für den Baustellenverkehr ist selbstverständlich Teil der UVE-Unterlagen. Es ist individuell an die einzelnen Bauphasen angepasst, wird von unabhängigen Sachverständigen, die das Ministerium beauftragt, geprüft und beurteilt. Grundsätzlich wird der Baustellenverkehr über das übergeordnete Landesstraßennetz abgewickelt“, heißt es von der ÖBB. Der Baustellenverkehr wird auch die gesamte Region bis nach Eugendorf treffen. Zusätzliche Lkw wird das Flachgauer Nadelöhr nur schwer verkraften können. „Wir fordern daher auch eine Prüfung, ob zumindest ein Teil auf die Schiene verlegt werden kann.“ Ein weiter interessanter Aspekt: Die Strecke der eingereichten Pläne endet auf Köstendorfer Gebiet. „Wie soll es dann weitergehen?“, fragt sich Wagner. „Wir fühlen uns ein wenig wie das ’gallische Dorf’ in einer ÖBB Welt“, sagt Vize-Bürgermeister Bernhard Weiß (SPÖ).

Felix Roittner
Felix Roittner

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