03.02.2019 20:00 |

Nach Wiener Mafia-Mord

Tödlicher Bombenanschlag in Montenegro

Das nächste blutige Kapitel in der tödlichen Fehde zweier Balkan-Mafia-Clans: Nach dem Schussattentat mit einem Toten in der Wiener Innenstadt kurz vor Weihnachten (wir berichteten ausführlich) dürfte es jetzt zu einem Racheakt gekommen sein: Ein Bandenmitglied (35) wurde in Montenegros Hauptstadt Podgorica mit einer Autobombe in die Luft gesprengt.

Sonntag, 10.40 Uhr, mitten in Podgorica: Eine heftige Detonation erschüttert die Innenstadt. Unweit einer Musikschule war ein Auto explodiert, meterhoch schlugen die Flammen in den Himmel. Neben dem Brandwagen lag blutüberströmt der Lenker – er war aus dem Fahrzeug geschleudert worden.

Lange Liste an kriminellen Vergehen
Für Nikola C. gab es keine Rettung. Zumal sich eigentlich couragierte Ersthelfer nicht zu ihm trauten! Aus dem brennenden Toyota waren Schüsse zu hören: explodierende Kugeln einer Pistole, die der 35-Jährige illegal bei sich hatte. Was Insider wenig überrascht: Mordanschläge, Bombenattentate, Drogenhandel, illegaler Waffenbesitz – das kriminelle Konto des nun selbst zum Opfer gewordenen Mannes ist lange.

Laut Ermittler soll es sich bei diesem Anschlag um einen weiteren blutigen Akt im herrschenden Krieg der verfeindeten Mafia-Clans Skaljari und Kavac handeln. Möglicherweise auch ein Vergeltungsschlag für den Mord an Vladimir R. zu Weihnachten in Wien. Das Opfer war von einem noch flüchtigen Killer auf der Straße in der Innenstadt mit mehreren Schüssen hingerichtet worden, ein weiterer Mann überlebte schwer verletzt.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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