AK-Studie zeigt:

Jeder zweite Pfleger wird Opfer von Gewalt!

Schlagen, treten, kratzen, beißen, stoßen, zwicken, anspucken – nahezu jeder zweite Beschäftigte in der Langzeitpflege in Oberösterreich ist laut einer aktuellen Studie der Arbeiterkammer mindestens einmal im Monat körperlicher Gewalt ausgesetzt. Und auch in den Spitälern nimmt die Gewalt gegen das Personal zu.

Die von der AK in Auftrag gegeben Studie mit dem Titel „Arbeitsbedingungen in der Langzeitpflege aus Sicht der Beschäftigten“ zeigt das Ausmaß der Gewalt am Beispiel der Alten- und Pflegeheimen: Bundesweit sind 35,6 Prozent der Beschäftigten mindestens einmal im Monat Opfer, bei uns in Oberösterreich sogar 47,89 Prozent. Mehr als ein Viertel der Beschäftigten in Altenheimen wird wöchentlich beleidigt und beschimpft.

Erschreckende Zahlen:
Jeder Fünfte ist bundesweit von sexueller Gewalt betroffen, in OÖ sind es sogar 23,57 Prozent.

Auch in heimischen Spitälern nimmt die Gewalt zu
In einer anderen aktuellen AK-Studie stimmten 41 % der Befragten diese Aussage zu. Zusätzlich drückt die Personalnot: 89 Prozent gaben an, ihre Aufgaben kaum bewältigen zu können.

Wo Zeit fehlt, steigt Aggression
AK-Präsident Johann Kalliauer weist auf den deutlichen Zusammenhang zwischen wenig Zeit für Betreuung und Gewalt durch Patienten hin, wie es besonders in Nachtdiensten der Fall ist, wo Pflegekräfte meist alleine arbeiten und es besonders häufig zu Übergriffen kommt. Kalliauer fordert: „Wir brauchen mehr Personal, und das rasch.“ Die AK bietet auf ihrer Homepage (ooe.arbeiterkammer.at) nun auch einen Online-Gewaltcheck an.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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Dienstag, 26. Mai 2020
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