In nur 22 Monaten

Wöber: Von der Regionalliga zum Duell mit Messi?

Vor 22 Monaten hat Maximilian Wöber noch in der Regionalliga Ost gekickt, nun könnte am Mittwoch (21.30 Uhr) die ganz große Fußball-Bühne auf den Wiener warten. Sein FC Sevilla trifft im spanischen Cup-Viertelfinal-Rückspiel im Camp Nou auf den FC Barcelona und Wöber rechnet sich durchaus Chancen aus, von Beginn an dabei zu sein.

Das Debüt des Abwehrspielers für seinen neuen Club verlief am Samstag ganz nach Wunsch - vor eigenem Publikum gab es einen 5:0-Ligasieg über Levante. Wöber agierte dabei links in einer Dreierkette, während er davor bei Ajax Amsterdam und Rapid regelmäßig in einer Viererkette verteidigt hatte. „Ich habe mit beiden Systemen kein Problem. Die Dreierkette ist zwar ein bisschen eine Umstellung, aber mir taugt es, wenn ich Ausflüge nach vorne machen kann und hinten noch zwei Spieler als Backup habe“, sagte der 20-Jährige.

„Wird nicht einfach gegen Messi“
Gegen Levante war Sevillas Defensive wenig bis gar nicht gefordert. Das dürfte sich in Barcelona ändern, wenn die Hausherren versuchen, den 0:2-Rückstand aus der ersten Partie umzudrehen. Lionel Messi wurde im Hinspiel in Andalusien noch geschont, könnte am Mittwoch jedoch von Beginn an dabei sein. „Sollte ich gegen ihn spielen, wird das sicher nicht so einfach werden“, meinte Wöber.

Kein Geheimrezept
Ein Geheimrezept, wie man den fünffachen Weltfußballer stoppen könnte, gebe es nicht. „Er ist der beste Fußballer in diesem Jahrhundert, wahrscheinlich mit Cristiano Ronaldo der beste Spieler der Welt. Auf so einen wie ihn kann man sich nicht wirklich vorbereiten“, erklärte Wöber.

Titel als Ziel
Sollte der Argentinier doch gebändigt werden und der Aufstieg ins Semifinale gelingen, würde Sevilla dem Gewinn des Cuptitels einen bedeutenden Schritt näher kommen. Auch in der Europa League, wo es im Sechzehntelfinale ohne den gesperrten Wöber gegen Lazio Rom geht, hat Sevilla noch die Chance auf eine Trophäe. In der Liga gibt es für den Tabellenvierten angesichts von 13 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Barcelona nur geringe Hoffnung. „Aber jede Möglichkeit, einen Titel zu holen, wollen wir wahrnehmen“, kündigte Wöber an.

Gut eingelebt
Der dreifache ÖFB-A-Teamspieler hat sich nach eigenen Angaben bereits gut in Sevilla eingelebt. In der kommenden Woche erfolgt die Übersiedlung vom Hotel in ein Haus. Auch mit Spanisch-Kursen hat Wöber bereits begonnen, immerhin ist er auf einen langen und erfolgreichen Aufenthalt in Andalusien eingestellt. „Ich sehe hier gute Chancen auf mehr Einsätze als bei Ajax Amsterdam, deshalb habe ich diesen Schritt auch gemacht“, sagte Wöber, für den Sevilla 10,5 Millionen Euro an die Niederländer bezahlt hat.

Viele Unterschiede zwischen seinem alten und neuen Arbeitgeber hat der Ex-Rapidler nicht festgestellt. „Vom Training her ist es ähnlich. Bei Ajax wird gern schöner Fußball gesehen, bei Sevilla natürlich auch, aber da geht es weniger darum, wie man gewinnt, sondern dass man gewinnt.“

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