22.01.2019 21:31 |

Kritik an Vorgehen

Hirsch hing mit Geweih fest - von Jäger erschossen

Ein Hirsch hat in Radenthein in Kärnten am Dienstagmorgen um sein Leben gekämpft - leider vergeblich. Das kapitale Tier hatte mit seinem Geweih einen Zaun umgerissen und war dann hängen geblieben. Weil das Rotwild nicht befreit werden konnte, musste es geschossen werden. Dieses Vorgehen sorgt jetzt aber für Kritik.

Täglich begegnet Gerwald Greibl bei seiner Tour als „Krone“-Austräger Rotwild in Radenthein: „Ich freue mich immer, wenn ich die Hirsche sehe. Aber was heute passiert ist, werde ich so schnell nicht vergessen.“ Als Greibl am Dienstagmorgen gegen 4.15 Uhr in der Früh in St. Peter ob Radenthein unterwegs war, bemerkte er, dass sich ein Hirsch mit seinem Geweih bei einem Gebüsch verfangen hatte. Das Tier hatte zuvor einen Zaun niedergerissen und Teile davon hatten sich im Gehölz verheddert.

„Hätte man Hirsch nicht betäuben können?“
Der „Krone“-Austräger verständigte die Polizei und läutete einen in der Nähe wohnenden Jäger heraus. „Der Jäger hat sich die Situation angesehen und gesagt, dass er ohne Rücksprache mit dem Hegeringleiter nichts machen könne“, so Greibl weiter. Versuche, den Hirsch ohne Betäubung zu befreien, scheiterten.

Greibl: „Das Tier hat viele Stunden panisch um sein Leben gekämpft. Der gesamte Boden rund um das Gebüsch war umgeackert. Und dann wird es einfach erschossen. Auch die Nachbarn, die das alles mitbekommen haben, waren ganz bestürzt“, kritisiert Greibl und fragt: „Hätte man den Hirsch nicht einfach betäuben und dann in Ruhe befreien können? Ein Abschuss wäre doch nicht notwendig gewesen.“

„Jäger hat vorbildlich gehandelt“
Hegeringleiter Heinz Ottacher nimmt seinen Jäger in Schutz: „Der Jäger hat vorbildlich und vollkommen korrekt gehandelt. Den Hirsch zu befreien, wäre viel zu gefährlich für die Helfer und den Hirsch gewesen.“ Eine Betäubung des Tieres hätte, so Ottacher, das Leid noch verlängert: „Wer weiß, wie lange es gedauert hätte, einen Tierarzt zu finden, der das Tier hätte betäuben können.“

Katrin Fister
Katrin Fister

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