11.01.2019 08:42 |

Völlig leichtsinnig

Snowboarder brachte Bergretter in Lebensgefahr

Bei höchster Lawinengefahr und widrigsten Bedingungen bargen am Donnerstagabend Bergretter aus Bad Hofgastein in Salzburg einen polnischen Snowboarder.

Der 41-jährige Pole alarmierte um 15.20 Uhr die Bergretter. Er war im Skigebiet Schlossalmbahn (Nösslach) in einen etwa 40-50 Grad steilen Hand abseits der Pisten eingefahren und hatte sich anschließend verirrt.

Der Snowboarder übermittelte den Einsatzkräften der Bergrettung seinen genauen Standort mittels GPS Daten. „Wir wussten von Beginn an, wo der Pole war“, schildert Norbert Trigler, der Einsatz- und Ortsstellenleiter von der Bergrettung Bad Hofgastein die prekäre Situation: „Wir haben dem Mann erklärt, dass er aufgrund der Lawinengefahr keinesfalls weiterfahren dürfe. Außerdem sind dort überall gut 50 Meter hohe und eisige Felsabbrüche. Aber in dieses stark lawinengefährdete Gebiet konnte ich meine Einsatzkräfte nicht einfach so reinschicken.“

Retter steckten bis zur Brust im Schnee
Deshalb wählte man einen anderen Zugang zum Gebiet über einen gegenüberliegenden Hang. „Wir steckten beim Auf- und Abstieg dort teilweise bis zur Brust im Schnee fest. Wir haben dem Snowboarder dann Schneeschuhe angezogen und für ihn Spuren ausgetreten. Doch das Gelände war steil und mit Felsabbrüchen durchsetzt. Wir mussten Seilversicherung machen, was aber auch aufgrund der Schneehöhe eine große Herausforderung war.“ Unter widrigsten Bedingungen konnte der Mann schließlich nach über vier Stunden sicher ins Tal gebracht werden.

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