So, 20. Jänner 2019

Nächstes Todesopfer

09.01.2019 07:49

Lehrer stürzt bei Unfall kopfüber in Schnee - tot

Das nächste Todesopfer in diesem Ausnahmewinter: Ein 62 Jahre alter Lehrer ist am Dienstagnachmittag bei einem Skiunfall in der Steiermark ums Leben gekommen. Er war über den Pistenrand hinausgeraten, stürzte kopfüber in den metertiefen Schnee und blieb stecken. Aufgrund der enormen Schneemassen konnten seine Schüler nicht zu ihm gelangen. Der Lehrer konnte schließlich nur noch tot geborgen werden.

Der 62-Jährige aus dem niederösterreichischen Bezirk Korneuburg war als Begleitperson von neun Schülern eines Gymnasiums unterwegs. Am Nachmittag fuhr die Gruppe auf der „Familienabfahrt“ der Mariazeller Bürgeralpe Richtung Tal.

Kopfvoran in Waldstück gestürzt
Auf einem Flachstück vor dem letzten Steilhang kam es gegen 16 Uhr zum Unglück. Der Lehrer verlor plötzlich einen Ski, geriet links über den Rand der Piste hinaus und stürzte in ein steil abfallendes Waldstück. Mit dem Kopf voran landete der 62-Jährige im metertiefen, lockeren Schnee und blieb stecken.

Seine Schüler, die den Unfall mit angesehen hatten, versuchten daraufhin, den Mann zu retten. Aufgrund der enormen Schneemengen konnten sie jedoch nicht zu ihm gelangen, wie es hieß. Erst Einsatzkräfte der Bergrettung konnten schließlich zu dem Lehrer absteigen, zu diesem Zeitpunkt hätten bei ihm jedoch keinerlei Lebenszeichen mehr festgestellt werden können. Die Staatsanwaltschaft Leoben habe die Beschlagnahme des Leichnams sowie eine Obduktion angeordnet.

Lawinen- und Lebensgefahr
Eine Ende der massiven Schneefälle ist weiterhin nicht in Sicht. Nach wie vor herrscht in weiten Teilen des Landes hohe Lawinen- und abseits der Piste absolute Lebensgefahr. In den steirischen Nordalpen etwa wurde mittlerweile die höchste Warnstufe fünf ausgerufen, in den übrigen Landesteilen sowie in den weiteren, von den Schneemassen betroffenen Bundesländern herrschte vielerort Warnstufe drei bis vier. Zuvor waren infolge der Wetterlage bereits sechs Menschen - unter anderem bei Lawinenabgängen - ums Leben gekommen.

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