08.01.2019 06:11 |

25 Einbrüche

„Fensterbohrer“ machte halbe Million Euro Beute

Am 8. Februar wird einem nun angeklagten Bosnier (30) in Salzburg der Prozess gemacht. Die Staatsanwältin wirft ihm schweren, gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahl vor. Über ein halbes Jahr stieg er in Häuser und Wohnungen ein. Und machte richtig Beute: insgesamt eine halbe Million Euro. Fast immer nutzte er einen Akku-Bohrer.

Uhren, Schmuck, Geld, Münzen aber auch teure Taschen, Kosmetika und Waffen waren seine Beute. 25 Fälle listete Staatsanwältin Karin Sperling in der bereits rechtskräftigen Anklage auf. Geschehen zwischen dem 7. November 2017 und dem 19. Juli 2018 in Salzburg und nahe liegenden Gemeinden wie Elsbethen, Anif, Puch oder Hallein. In fast allen Fakten ging der bereits in Frankreich und der Schweiz vorbestrafte Kriminelle mit dem gleichen „modus operandi“ vor: Er bohrte wenige Millimeter große Löcher in die Fenster und Terrassentüren der Opfer und konnte sie so öffnen.

Durch DNA-Spuren und Handy-Daten überführt
In manchen Wohnstätten fand er laut Anklage richtig Wertvolles: Neben seiner bevorzugten Beute – Uhren und Schmuck – nahm er sich beispielsweise Goldbarren, einen Revolver, Louis-Vuitton-Handtaschen oder ganze Münzsammlungen mit.

Einem Profi-Fußballer stahl er sogar ein Paar Sportschuhe. Den größten Coup machte der Arbeitslose am 11. März: Als er ein Fenster im ersten Stock aufhebelte und so in das Haus einer Salzburgerin gelangte. Und dabei einen 120-Kilo-Tresor mitnahm. Inhalt: Preziosen um satte 250.000 Euro. Von den 25 Einbrüchen blieben laut Anklage sechs beim Versuch. In einem Fall, Mitte April, wurde der Bosnier in flagranti erwischt, als er gerade in ein Schlafzimmer stieg. Dabei konnte er flüchten.

Bei Verurteilung drohen ein bis zehn Jahre Haft
Doch am 9. August erwischte ihn die Polizei: Da war der Angeklagte auf dem Weg in die Heimat. Stattdessen kam er in die Justizanstalt Puch in U-Haft und sitzt seither dort. Verteidigt wird der Bosnier von Kurt Jelinek. Die Schöffen-Verhandlung führt Richter Peter Egger am 8. Februar.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Alarmfahndung in NÖ
Pensionistin starb bei brutaler Home Invasion
Niederösterreich
Zweite deutsche Liga
Historisches 2:0 von St. Pauli im Derby gegen HSV
Fußball International
„Wir sind bereit!“
Reifeprüfung für die Salzburger „Unbesiegbaren“
Fußball International
Absturz mit Ansage
Ist das gerade die mieseste Austria aller Zeiten?
Fußball National
Bananen-„Witz“
TV-Star in Italien für Lukaku-Beleidigung gefeuert
Fußball International
Seit 2011 beim Klub
Manchester United verlängert mit De Gea bis 2023!
Fußball International
Champions League
Barcelona bangt um Messi und muss in Dortmund ran!
Fußball International
Weniger Lärm & Abgase
Initiative will Grazer Verkehr verändern
Steiermark

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter