Di, 22. Jänner 2019

25 Einbrüche

08.01.2019 06:11

„Fensterbohrer“ machte halbe Million Euro Beute

Am 8. Februar wird einem nun angeklagten Bosnier (30) in Salzburg der Prozess gemacht. Die Staatsanwältin wirft ihm schweren, gewerbsmäßigen Einbruchsdiebstahl vor. Über ein halbes Jahr stieg er in Häuser und Wohnungen ein. Und machte richtig Beute: insgesamt eine halbe Million Euro. Fast immer nutzte er einen Akku-Bohrer.

Uhren, Schmuck, Geld, Münzen aber auch teure Taschen, Kosmetika und Waffen waren seine Beute. 25 Fälle listete Staatsanwältin Karin Sperling in der bereits rechtskräftigen Anklage auf. Geschehen zwischen dem 7. November 2017 und dem 19. Juli 2018 in Salzburg und nahe liegenden Gemeinden wie Elsbethen, Anif, Puch oder Hallein. In fast allen Fakten ging der bereits in Frankreich und der Schweiz vorbestrafte Kriminelle mit dem gleichen „modus operandi“ vor: Er bohrte wenige Millimeter große Löcher in die Fenster und Terrassentüren der Opfer und konnte sie so öffnen.

Durch DNA-Spuren und Handy-Daten überführt
In manchen Wohnstätten fand er laut Anklage richtig Wertvolles: Neben seiner bevorzugten Beute – Uhren und Schmuck – nahm er sich beispielsweise Goldbarren, einen Revolver, Louis-Vuitton-Handtaschen oder ganze Münzsammlungen mit.

Einem Profi-Fußballer stahl er sogar ein Paar Sportschuhe. Den größten Coup machte der Arbeitslose am 11. März: Als er ein Fenster im ersten Stock aufhebelte und so in das Haus einer Salzburgerin gelangte. Und dabei einen 120-Kilo-Tresor mitnahm. Inhalt: Preziosen um satte 250.000 Euro. Von den 25 Einbrüchen blieben laut Anklage sechs beim Versuch. In einem Fall, Mitte April, wurde der Bosnier in flagranti erwischt, als er gerade in ein Schlafzimmer stieg. Dabei konnte er flüchten.

Bei Verurteilung drohen ein bis zehn Jahre Haft
Doch am 9. August erwischte ihn die Polizei: Da war der Angeklagte auf dem Weg in die Heimat. Stattdessen kam er in die Justizanstalt Puch in U-Haft und sitzt seither dort. Verteidigt wird der Bosnier von Kurt Jelinek. Die Schöffen-Verhandlung führt Richter Peter Egger am 8. Februar.

Antonio Lovric
Antonio Lovric

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