27.12.2018 15:34 |

„Fad wird‘s nicht“

Niessl wird in Politpension zum Berater

Noch arbeitet Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) bis zu 90 Stunden in der Woche. Nach seinem Abschied am 28. Februar wird er aber in kein „Loch“ fallen. „Mir wird‘s mit Sicherheit nicht fad“, erklärte Niessl am Donnerstag in einem Interview mit der APA und kündigte an, dass er eine Beraterfirma gründen werde.

Seinen Abschied sieht der 67-jährige SPÖ-Grande ganz entspannt. Wehmut oder Melancholie verspüre er „überhaupt nicht“. „Das ist nicht mein Zugang. Das ist ein Abschnitt, den ich gern gemacht habe, das war für mich eine große Freude und Ehre. Und mit 28. Februar wird das abgeschlossen und ein neues Kapitel aufgemacht“, so Niessl.

Ruhiger soll es nun zumindest während der Feiertage bis zum 6. Jänner zugehen, wenngleich es dennoch ein paar Termine geben werde. „Ich werde die Feiertage ähnlich verbringen wie in der Vergangenheit, nämlich im Kreise meiner mir nahestehenden Menschen.“ Ins Büro komme er dennoch, um die Post zu bearbeiten. „Zu ruhig“ solle es dann aber doch nicht sein.

Mit Doskozil kommt auch neues Regierungsteam
Im Burgenland bekommt die Sozialdemokratie mit dem Wechsel an der Landesspitze auch neue Regierungsmitglieder. Das Team wird am 4. Februar präsentiert. Landesrat Norbert Darabos wird dem Vernehmen nach nicht mehr dabei sein. Landesrätin Verena Dunst soll mit Landtagspräsident Christian Illedits den Posten tauschen. Die beiden Kandidaten für Niessls Heimatbezirk Neusiedl am See und Darabos‘ Bezirk Oberpullendorf werden im Jänner bzw. eben am 4. Februar vorgestellt. Hinter vorgehaltener Hand werden Daniela Winkler und Heinrich Dorner als künftige Landesräte genannt.

In die Personalentscheidungen seines designierten Nachfolgers Hans Peter Doskozil will sich Niessl keineswegs einmischen. Gespräche gab es zwar, „aber ich bin nicht einer, der glaubt, er muss zu jeder Frage seine persönliche Meinung dazugeben. Und das werde ich auch nicht in Zukunft tun“, kündigte der noch amtierende Landeshauptmann an. Es werde keine Zwischenrufe von ihm geben - „weder aus der Politpension, noch aus der Muppet-Loge, noch von sonst irgendwo“.

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