"Uneleganter Verrat"

Briatore kritisiert F1-Comeback von Schumacher

Sport
01.02.2010 22:53
Skeptisch hat sich Ex-Renault-Teamchef Flavio Briatore zu Michael Schumachers Erfolgsaussichten in der neuen Formel-1-Saison geäußert. "Michael wird hart arbeiten müssen. Sein Comeback hat der Formel 1 neue Motivationen gegeben, für Bernie Ecclestone ist das ein Resultat. Doch wenn Schumacher nicht wettbewerbsfähig ist, wird es eine Katastrophe sein", erklärte Briatore im Interview mit dem italienischen Radiosender Radio 1 am Montag.

"Nicht seine 41 Jahre belasten Schumacher, sondern die drei Jahre, die er von der Formel 1 weg war. Man rennt nicht schneller, wenn man sich die Haare färbt", sagte der Italiener, der auch den Wechsel des Deutschen zu Mercedes GP kritisierte. "Schumacher wollte zurückkehren, mit Ferrari hätte er nicht die Möglichkeit dazu gehabt. Es ist zu einem uneleganten Verrat gekommen. Schumacher ist wie alle anderen: Sie reden, handeln aber nach persönlichen Interessen", erklärte Briatore.

Red Bull für Briatore Favorit
Als Favorit in der neuen Saison sieht Briatore Red Bull gefolgt von Ferrari, McLaren und Mercedes. Ausdrücklich lobte der Ex-Renault-Boss Ferraris Entscheidung, auf Fernando Alonso zu setzen. "Er ist der beste Pilot, den es zurzeit gibt", sagte Briatore über seinen früheren Schützling. 

Die neuen Regeln werden seiner Meinung nach an der Formel 1 nichts Wesentliches ändern. "Die Rennen werden dadurch nicht spannender. Sie bleiben langweilig. Die Leute schauen im Fernsehen den Start und vergessen das Ende. Ich sehe nichts Neues", kritisierte der 59-jährige Sportmanager.

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