Trauer im Aloisianum:

Jesuitenpater starb bei Frontal-Unfall auf B 309

Die schwarze Fahne wurde am Dienstagvormittag am Linzer Gymnasium Aloisianum gehisst. Pater Paul Mühlberger, der dort 30 Jahre lang als Religions- und Musikpädagoge bzw. Schulseelsorger tätig war, starb Dienstagfrüh bei einem Verkehrsunfall auf der B 309 bei Enns. Sein Auto war frontal in einen Pkw gekracht.

„Die Betroffenheit bei uns ist enorm, wir haben deshalb auch eine Trauerecke eingerichtet“, sagt Klaus Bachler, Direktor des Aloisianums im „Krone“-Gespräch. Pater Paul Mühlberger war mit dem Traditions-Gymnasium am Freinberg bis zuletzt eng verbunden, obwohl der 82-Jährige schon im Jahr 2000 als Lehrer in den Ruhestand trat. „Es gab nach wie vor regelmäßig Kontakt - für uns war es immer sehr bereichernd, sich mit Pater Paul auszutauschen“, so Bachler.

Einfühlsamer Seelsorger
Mühlberger, der in den vergangenen fünf Jahren als Seelsorger an der Marienkirche in Steyr im Einsatz war, galt nicht nur als hervorragender Pädagoge und Musiker, sondern vor allem als einfühlsamer Seelsorger, der auch im höheren Alter speziell zu jungen Menschen noch einen guten Draht gefunden hat. „Er war sehr gütig, tiefgründig und spirituell - ohne weltfremd zu sein“, bestätigt Ex-Linz-AG-General Alois Froschauer, der im Vorstand des Schulverein-Kollegiums sitzt.
Vor 14 Tagen sei Pater Paul noch beim Alt-Freinberger-Treffen gewesen, und für den aktuellen Weihnachtsrundbrief verfasste er einen seitenlagen Beitrag. Froschauer: „Er war die Seele des Aloisianums, wir werden ihn sehr vermissen.“
Das Begräbnis wird am 28. Dezember (12 Uhr) im Alten Dom in Linz stattfinden. Einen Tag später wäre der Jesuitenpater 83 Jahre alt geworden.

Straße zwei Stunden gesperrt
Laut Polizei war Mühlberger um 5.30 Uhr mit seinem Auto auf der B 309 bei Enns in den Gegenverkehr gekommen und frontal mit dem Pkw eines 41-Jährigen aus Steyr kollidiert. Der 82-Jährige war offenbar sofort tot, die B 309 in weiterer Folge zwei Stunden lang total gesperrt. Sein Unfallgegner wurde verletzt ins UKH Linz gebracht.
Jürgen Pachner

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