12.12.2018 06:00 |

Verletzungsrisiko

Mehr Unfälle in Trampolinparks

Springen auf federndem Untergrund in Indoor-Sportanlagen erfreut sich bei Kindern zunehmender Beliebtheit. Damit hat sich aber auch die Zahl der Verletzungen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt.

Aufgrund der hohen Dichte junger Besucher und der stärkeren Kräfte, die auf diesen speziellen Trampolinen entstehen, kommt es häufig zu Knochenbrüchen, aber auch Wirbelsäulen- oder Kopfverletzungen - vorwiegend bei den Landungen. In rund zwei Dritteln aller Fälle handelt es sich dabei um männliche Teenager. „Klare Regeln sowie Basiskenntnisse im Trampolinspringen sind unerlässlich, um schwere Unfälle zu vermeiden“, warnte Univ. - Prof. Dr. Holger Till, Grazer Univ. Klinik für Kinder- und Jugendchirurgie sowie Präsident des Vereins Große schützen Kleine, auf einer Pressekonferenz in Graz.

 Den meisten Kindern und Eltern ist gar nicht bewusst, wo Gefahren am Trampolin lauern. Außerdem wird die Unfallgefahr oft völlig falsch eingeschätzt, weil das Sportgerät so „weich“ wirkt. Landungen auf einem Bein oder mit den Armen sind weit gefährlicher, als üblicherweise angenommen.  Experten empfehlen daher Kurse, damit Kinder lernen, wie sie sicher landen und beim Sturz richtig fallen. 

Regina Modl, Kronen Zeitung

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