03.12.2018 12:45 |

Wirtschaftsausblick

Die steirische Konjunktur verliert 2019 an Dynamik

„Die Konjunktur ist nach wie vor solide, hat aber an Dynamik verloren“, fasste der steirische Wirtschaftskammer-Präsident Josef Herk am Montag die Einschätzung der Betriebe in der Grünen Mark zusammen. 768 Unternehmer wurden für das halbjährliche Wirtschaftsbarometer befragt: Es überwiegt weiterhin Optimismus, „aber nicht mehr so stark“.

Der „gedämpfte“ Optimismus - er hat im Vergleich zur vergangenen Umfrage im Frühjahr um etwa zehn Prozentpunkte verloren - sei aber kein Einbruch, betonte Herk: Nach wie vor erwarten 51,4 Prozent der befragten Unternehmer eine Verbesserung, 9,5 Prozent eine Verschlechterung. „Die wirtschaftliche Dynamik hat sich verlangsamt.“

Weniger Steuern gefordert
Damit daraus keine „Vollbremsung“ werde, legte der Kammerpräsident traditionell seine Forderungen an die Politik vor: „Die für 2020 angekündigte Steuerreform muss zu einer deutlichen Senkung der Unternehmensbesteuerung führen, etwa was Abschreibungen oder Steuerpauschalierungen von Kleinbetrieben, aber auch die Einkommens- und Körperschaftssteuer betrifft. Hier erwarten wir uns eine Reduktion.“

Fachkräftemangel als „Causa Prima“
Die „Causa Prima“ und der „Bottleneck“ (Flaschenhals, Anm.) sei weiterhin der Fachkräftemangel: „Wir brauchen Hände und Füße in allen Bereichen“, so Herk, der die am Montag bekannt gewordenen Pläne für eine Reform der Rot-Weiß-Rot-Karte begrüßte: „Arbeitskräftemangel wird auch künftig wegen der demografischen Entwicklungen unser größtes Problem werden. Die Pensionierungen werden bald doppelt so hoch sein wie neue Kräfte, die in den Arbeitsmarkt nachkommen“, sagte Herk.

Er meinte, dass die Zumutbarkeitsgrenzen neu überlegt werden müssten und auch die innerösterreichische Mobilisierung anzutreiben sei. Ein weiterer Wunsch der Unternehmer sei die Öffnung des Arbeitsmarkts für Kroatien (wir berichteten bereits)

USA und Brexit bereiten Sorgen
Der steirische Wirtschaftskammerdirektor Karl-Heinz Dernoscheg appellierte an die Gewerkschaft: „Der Arbeitsmarkt wird von ein paar mehr Kellnern, die man ins Land lässt, nicht kaputt.“ Er unterstrich eine „solide und stabile“ Konjunktur: „Die Segel sind gesetzt. 2018 war extrem schöner Wind. Der wird 2019 etwas nachlassen.“ Die Umsatzentwicklung sei trotz der leichten Abwärtsbewegung weiterhin erfreulich, die Anlageninvestitionen würden allerdings nachlassen - besonders bei den Kleinunternehmen.

Das Risiko im außerwirtschaftlichen Umfeld - Stichwort USA und Brexit - dämpfe die Stimmung der Exportbetriebe. Herk und Dernoscheg sehen besonders großes Potenzial für Frauen in technischen Berufen - das müsste aber mit einem entsprechendem Ausbau an Kinderbetreuungsplätzen einhergehen.

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