03.12.2018 19:27 |

Erstmals nach Panne

„Sojus“ mit drei Astronauten erreicht die ISS

Fast zwei Monate nach der Beinahe-Katastrophe bei einem Raketenstart haben drei Raumfahrer am Montag sicher die Internationale Raumstation ISS erreicht. Das Trio dockte an Bord einer Sojus-Kapsel erfolgreich am Außenposten der Menschheit im All an, wie die Raumfahrtbehörde in Moskau am Abend bekannt gab. Gestartet waren sie sechs Stunden zuvor vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan.

Die US-Astronautin Anne McClain, der Kanadier David Saint-Jacques und der russische Kosmonaut Oleg Kononenko traten die Reise ins All früher an als geplant, um einen geordneten Übergang auf der ISS zu ermöglichen. Ursprünglich war der Start (siehe Video unten) des Trios für den 20. Dezember geplant gewesen. An diesem Tag soll jedoch die derzeitige dreiköpfige Besatzung die ISS verlassen. Die Neuankömmlinge sollen sechseinhalb Monate an Bord der Raumstation bleiben.

Der deutsche Kommandant Alexander Gerst und seine Kollegen hätten eigentlich schon am 11. Oktober Verstärkung auf der ISS bekommen sollen. Doch die Sojus-Rakete mit dem US-Astronauten Nick Hague und seinem russischen Kollegen Alexej Owtschinin (Bild unten) musste kurz nach dem Start wegen einer Antriebspanne notlanden. Als Ursache ermittelte die RoskosmosSchlamperei bei der Endmontage der Trägerrakete. Die Raumfahrer blieben unverletzt und sollen zu einem späteren Zeitpunkt zur ISS reisen.

„Risiko ist Teil unseres Berufes“
Bei einer Pressekonferenz vor dem Start am Montag hatten sich McClain, Saint-Jacques und Kononenko zuversichtlich gezeigt. „Risiko ist Teil unseres Berufs“, antwortete Kononenko auf Fragen nach ihrem Vertrauen in die Technologie. „Wir sind psychisch und technisch auf den Start und jede Situation vorbereitet, die, Gott bewahre, an Bord auftreten kann.“

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