31.10.2018 13:45 |

Ursache gefunden

Defekter Sensor verursachte Fehlstart von „Sojus“

Laut vorläufigen russischen Angaben hat ein defekter Sensor den Fehlstart einer bemannten „Sojus“-Rakete am 11. Oktober verursacht. Das sagte der Leiter der bemannten russischen Raumfahrt, Ex-Kosmonaut Sergej Krikaljow, am Mittwoch in Moskau.

Deshalb habe es Probleme bei der Trennung der ersten von der zweiten Raketenstufe (im Video oben ab 0:26 Minuten zu sehen) gegeben, erklärte er. Offiziell will die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos am Donnerstag das Ergebnis einer Kommission vorstellen, die den Vorfall untersucht hat.

Die Trägerrakete vom Typ „Sojus-FG“ hatte sich zwei Minuten nach dem Abheben vom Weltraumgelände im kasachischen Baikonur in ihre Einzelteile zerlegt. Das eingebaute Sicherheitssystem brachte den russischen Kosmonauten Sergej Owtschinin und den US-Astronauten Nick Hague (Bild unten), die zur Internationalen Raumstation ISS fliegen sollten, unverletzt zur Erde zurück.

Nächster Flug zur ISS schon am 3. Dezember
Der Unfall hat die Flug- und Einsatzpläne auf der ISS durcheinandergebracht. Als Termin für den nächsten Start eines unbemannten „Sojus“-Frachters nannte Krikaljow den 16. November. Der nächste bemannte Flug zur ISS mit der Ablösung für den deutschen Astronauten Alexander Gerst könnte schon am 3. Dezember abheben, sagte er. Ursprünglich war er erst für den 20. Dezember geplant gewesen.

Als nächstes sollen nun der Russe Oleg Kononenko, der Kanadier David Saint-Jacques sowie die US-Raumfahrerin Anne McClain zur ISS fliegen. Laut Krikaljow soll die derzeitige dreiköpfige ISS-Crew unter ihrem deutschen Kommandanten Alexander Gerst „um den 20. Dezember“ herum zur Erde zurückkehren. Ihre Landung war ursprünglich für den 13. Dezember vorgesehen.

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