21.11.2018 20:26 |

18 Monate Haft

Unbelehrbarer Somalier verletzte drei Polizisten

Er wusste nicht mehr, wo seine Unterkunft war. Deshalb ging ein Somalier am 13. September zur Polizei. Doch die Beamten konnten ihm nicht helfen, schickten ihn raus. Statt zu gehen wurde der dreifach einschlägig Vorbestrafte aggressiv. Bilanz der Auseinandersetzung: drei verletzte Polizisten und eine neuerliche Haftstrafe.

Gerade mal eine Woche war der Somalier auf freiem Fuß, bedingt entlassen aus der Justizanstalt. Da tauchte er in der Polizei-Direktion auf und forderte Hilfe. „Weil ich nicht mehr wusste, wo ich übernachten könnte“, so der Angeklagte im Landesgericht Salzburg.

Zu Prozessbeginn gestand er ein, einen Fehler gemacht zu haben, „aber keinen großen“, wie der Dolmetscher übersetzte. Dass er aber selbst zuschlug, verneinte er anfangs gegenüber Richter Christoph Rother: Nur als ihn die Beamten mit einem speziellen Griff zu Boden brachten, will er mit dem Arm gestoßen haben.

Ganz anders klang die Situation als der Richter die Aussagen der Polizisten vorlas: Der Somalier war demnach aggressiv, pöbelte jeden an, schrie und gestikulierte wie wild. Und er schlug in Boxstellung zu, zerriss dabei sogar das Hemd eines Beamten.

„Wie konnten sich dann drei Polizisten verletzten“, wunderte sich Staatsanwalt Filip Grubelnik über das Geständnis, das seiner Meinung nach keines war. Daraufhin redete die Verfahrenshelferin auf ihren Mandanten ein. Nach zehn Minuten bekannte sich der Somalier doch noch schuldig: „Ja, ich habe mich gewehrt. Daher könnten die Verletzungen entstanden sein.“

Herr Rat sprach 18 Monate unbedingte Haft aus. Den drei Polizisten wurden wegen Prellungen jeweils 100 Euro zugesprochen.

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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