Sa, 16. Februar 2019
22.11.2018 12:05

Keine Überstunden

Maurer nicht angemeldet: AK erkämpfte 5500 Euro

Um viel Geld und Sozialleistungen geprellt wurde ein Maurer von seinem Arbeitgeber in Rust im Burgenland. Der Mann war insgesamt sieben Jahre bei dem Bauunternehmen beschäftigt, zwei davon hatte man ihn gar nicht angemeldet. Den Rest der Zeit wurde der Ungar weit unter dem Kollektivvertrag entlohnt.

Obwohl der Mann den Beruf des Maurers erlernt hatte, wurde er von seinem Arbeitgeber oft als Kellner oder für diverse Sanierungsarbeiten herangezogen. Dass er in den ersten beiden Dienstjahren gar nicht angemeldet war und danach bei der Sozialversicherung lediglich als Teilzeitkraft geführt wurde, wusste der Arbeiter nicht. Vielmehr arbeitete er 40 Stunden und mehr zu einem Stundenlohn von nur 5 Euro. Weihnachts- und Urlaubsgeld erhielt der gebürtige Ungar nie. Man speiste ihn mit 1000 € Sonderzahlungen im Jahr ab. „Leider kam der Mann erst nach Ende des Dienstverhältnisses zu uns, und es fehlten auch detaillierte Aufzeichnungen seiner Arbeitszeiten. Deshalb konnten wir nicht mehr für ihn herausholen“, so AK-Jurist Martin Sugetich.

Aber obwohl einige Forderungen verjährt waren, durfte sich der Maurer durch das Einschreiten der AK über eine Nachzahlung von 5500 € freuen. Der Experte rät allen, ganz genaue Aufzeichnungen über geleistete Überstunden zu führen. Nur dann könne man bei Unregelmäßigkeiten die Rechte der Arbeitnehmer wahren.

Sabine Oberhauser, Kronen Zeitung

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