Do, 21. Februar 2019
21.11.2018 15:00

Häupl im krone.tv-Talk

„Bin bei Kern von mehr Robustheit ausgegangen“

Wiens ehemaliger Bürgermeister Michael Häupl ist im krone.tv-Studio zu Gast gewesen, um über sein Buch zu sprechen. Natürlich kommt ein solches Interview aber nicht ohne Kommentare zur aktuellen politischen Situation aus. Enttäuscht zeigte sich Häupl dabei von Christian Kerns „zizerlweisem Abgang“.

Der ehemalige Chef der Bundes-SPÖ sei „im Wesentlichen“ an sich selbst gescheitert, konstatiert Häupl. „Niemand wollte ihm was Böses“, erklärt der 69-Jährige. Kern sei akzeptiert worden - „bis zu seinem zizerlweisem Abgang“.

„Hätte ihm diesen Abgang nicht zugetraut“
Häupl erklärt, dass er Kern „diesen Abgang nicht zugetraut hätte“. Überhaupt sei er von einem „höheren Ausmaß an Robustheit“ ausgegangen. Kerns Nachfolgerin Pamela Rendi-Wagner habe diese Robustheit. Sie sei „selbstverständlich“ die Richtige für diese Position.

Dass ein „Volksschullehrer-Bub aus Niederösterreich“ Wiener SPÖ-Chef werde, sei „auch nicht sehr wahrscheinlich“, zieht der 69-Jährige Parallelen zwischen seinem Werdegang und dem der - für viele überraschenderweise - designierten SPÖ-Chefin. Häupl lobt auch die Partei, die die Situation nach Kerns Abgang „tadellos gelöst“ habe.

„Ich habe mich nicht eingemischt“
Er selbst habe dazu nichts beigetragen. „Ich habe mich nicht eingemischt.“ Häupl erklärt, dass ihn in der schwierigen Zeit niemand kontaktiert habe, was für ihn auch völlig in Ordnung sei. „Ich gebe keine Ratschläge, wenn sie nicht gewollt sind“, zeigt er sich gewohnt gelassen. Wenn jemand Rat brauche, „hat er meine Telefonnummer“.

„So ein Blödsinn fällt einem nur spontan ein“
Selbstverständlich kommen Häupl auch in diesem Interview wieder einige markante Sprüche über die Lippen. „Es wäre nicht Wien, wenn es nicht zweckentfremdete Motschgaranten gäbe“, erklärte er, als ihn Moderator Gerhard Koller auf ein ähnliches Zitat anspricht.

Koller fragt auch, ob sich Häupl seine teilweise legendären Sprüche vorher überlegt habe. „So ein Blödsinn fällt einem nur spontan ein“, verneint dieser trocken.

Thomas Zeitelberger
Thomas Zeitelberger

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