Sa, 19. Jänner 2019

Heikle Mission

12.11.2018 06:00

Israels Premier kommt nach Wien: Boykott gegen FPÖ

Sie werden einander aus dem Weg gehen, so viel ist sicher. Doch für Israels Premier Benjamin Netanyahu könnte sein Wien-Besuch zu einem Spießrutenlauf werden, um nur ja mit keinem Freiheitlichen in Kontakt zu kommen. Denn der israelische Boykott gegen sämtliche FPÖ-Minister ist weiterhin aufrecht.

Netanyahu kommt zur Konferenz gegen Antisemitismus nach Wien. Jeglichen Kontakt mit der FPÖ wird der israelische Premierminister vermeiden. Seit dem Amtsantritt der türkis-blauen Regierung lehnt Israel die Kommunikation mit den freiheitlichen Ministern ab, miteinander gesprochen wird nur auf Beamtenebene.

Die ÖVP ist bemüht, das Verhältnis zu verbessern, Bundeskanzler Sebastian Kurz reiste im Juni nach Israel, es folgte Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka und zuletzt Staatssekretärin Karoline Edtstadler. Bisher änderte sich an der Haltung Israels jedoch nichts.

Die Erklärung der israelischen Position bezüglich der ÖVP-FPÖ-Regierung im Dezember 2017: 

Kanzleramt sieht Konflikt entspannt
So wird die ÖVP nun alles daransetzen, dass sich Netanyahu und die Blauen nicht über den Weg laufen, die FPÖ wird sich am 21. und 22. November von der Konferenz fernhalten müssen. Im Kanzleramt ist man bemüht, die Sache entspannt aussehen zu lassen. Es gehe um den Kampf gegen den Antisemitismus, wie das auch im gemeinsamen Regierungsprogramm mit der FPÖ stehe. „Die Bemühungen gehen in Richtung Normalisierung“, so Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal.

Doris Vettermann, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Aktuelle Schlagzeilen
Einstweilige Verfügung
Streit mit Qualcomm: Nächste Schlappe für Apple
Elektronik
„Besucher verknallt“
Australien will Wombats vor Selfies beschützen
Reisen & Urlaub
„Kein Platz für Nazis“
Linke Demo gegen FPÖ-Neujahrstreffen in Wien
Österreich
Trauriger Traummann
Kates Bruder ist der neue Frauenschwarm!
Video Stars & Society

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.