Di, 20. November 2018

Besuch in Israel

16.07.2018 15:51

Sobotka: „Die Verantwortung Österreichs bleibt“

Zu Beginn einer zweitägigen Israel-Reise ist Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka am Montag bei Überlebenden des Holocaust in Tel Aviv zu Besuch gewesen. „Wir können die Vergangenheit nicht ungeschehen machen. Aber was bleibt, ist die Verantwortung, alles daranzusetzen, dass ein menschenverachtendes Verbrechen wie der Holocaust niemals wieder geschehen kann“, sagte Sobotka vor dem Zentralkomitee der Juden aus Österreich.

Sobotka traf auch die Enkelin von Simon Wiesenthal. Dieser hatte es sich vom Tag seiner Befreiung aus dem Konzentrationslager Mauthausen an zur Lebensaufgabe gemacht, unter dem Credo „Recht, nicht Rache“ NS-Verbrecher aufzuspüren und vor Gericht zu bringen. Dass Wiesenthal trotz der grauenhaften Erlebnisse im Konzentrationslager und der Anfeindungen nach Ende des Krieges in Österreich geblieben sei, zeuge „von ungeheurer Willensstärke und Entschlossenheit, für Gerechtigkeit einzustehen“, würdigte Sobotka sein Engagement.

„Regierung vertritt klare und proisraelische Position“
In der Knesset, dem isralischen Parlament, betonte der ÖVP-Politiker, dass Österreich eine „klare und proisraelische Position“ vertrete, die „unverrückbar“ sei. Am späten Nachmittag stand noch ein privater Besuch des Nationalratspräsidenten in der Jerusalemer Altstadt, konkret dem Österreichischen Hospiz, der Klagemauer und der Grabeskirche, am Programm. Am Dienstag will Sobotka einen privaten Besuch des politisch heiklen Tempelberg-Geländes absolvieren. Danach begleitet ihn Knesset-Vorsitzender Yuli Edelstein zur Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem.

Israel boykottiert FPÖ-Regierungsmitglieder
Der Besuch des Nationalratspräsidenten reiht sich ein in eine Charmeoffensive der Koalition gegenüber Israel. Die eigentlich guten Beziehungen zwischen Österreich und Israel werden durch die Regierungsbeteiligung der FPÖ getrübt - Israel boykottiert den direkten Kontakt mit Ministern der Freiheitlichen. Vor allem Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) setzte nicht zuletzt bei seinem Besuch in Israel vor einem Monat Akzente, indem er die Sicherheit Israels als Staatsräson bezeichnete und die Klagemauer in Jerusalem besuchte.

Kronen Zeitung/krone.at

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