Di, 22. Jänner 2019

Ein Todesopfer

02.11.2018 21:19

Wieder sorgten Unwetter in Italien für Verwüstung

Unwetter haben in Italien Chaos und Verwüstung angerichtet. Auf Sardinien starb am Freitag eine Frau durch einen Blitzschlag.. Heftige Regenfälle führten zu Überschwemmungen auf Sizilien, in einigen Küstengegenden galt die höchste Unwetterwarnstufe. „Die Lage ist dramatisch“, betonte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia. 

Besonders betroffen war die nordöstliche Provinz Belluno, in einigen Orten fehlte seit Tagen der Strom. Teils mangelte es auch an Trinkwasser. Wegen eines Erdrutsches am Freitag waren mehrere Orte von der Außenwelt abgeschnitten. Rettungsmannschaft aus der ganzen Region seien im Einsatz, um die Straßen zu räumen, berichteten italienische Medien. Schulen blieben geschlossen.

„Ganze Dörfer müssen ohne Strom auskommen, es gibt keine Straßen mehr. Man muss sofort die Straßen räumen und für den Neuaufbau sorgen“, betonte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia. Der Pegel des Flusses Po stieg in 24 Stunden infolge des heftigen Regens um 2,5 Meter. Der Bauernverband Coldiretti beklagte Schäden in Millionenhöhe in der Landwirtschaft.

Schwierig war die Lage auch in Ligurien. Die Zufahrtsstraße zur renommierten Luxusbadeortschaft Portofino wurde bei den Unwettern der vergangenen Tage schwer beschädigt und war nicht befahrbar. In Sciacca in der sizilianischen Provinz Agrigent waren nach Überschwemmungen und Erdrutschen mehrere Häuser von der Außenwelt abgeschnitten.

Starker Wind riss in der Region Trentino-Südtirol Schneisen in die Wälder. Tausende Bäume seien wie Mikadostäbchen umgefallen, twitterte die Feuerwehr. Betroffen ist auch das Fleimstal in den Dolomiten, das für sein wertvolles Fichtenholz, das für den Musikinstrumentenbau genutzt wird, bekannt ist.

Seit vergangenem Wochenende haben Unwetter weite Teile des Landes getroffen und große Schäden angerichtet. Mehr als 14 Menschen kamen ums Leben. Entspannung war auch für Samstag zunächst nicht abzusehen. Der Zivilschutz warnte vor allem auf Sardinien und Sizilien vor Gewittern, starkem Regen und Wind.

 krone.at
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