Mo, 19. November 2018

Aussage revidiert:

02.11.2018 12:47

Wirbel um „Missverständnis“

Die Causa um einen Gemeindemitarbeiter in Pinkafeld, der - wie berichtet - seiner eigenen Baufirma insgesamt 48 Aufträge zugeschanzt haben soll, wird nun zu einem traurigen Polit-Kabarett. Zuerst wurde der Mann quasi straffrei gestellt, nun rudern die Experten zurück und sprechen von einem „Missverständnis“.

Nach dem Bekanntwerden von angeblich 48 zugeschanzten Aufträgen an die Firma eines mittlerweile Ex-Gemeindemitarbeiters in Pinkafeld fährt die Landesregierung einen Zickzack-Kurs. Zuerst wurde ausgerichtet, dass der „Bauexperte“ keine Konsequenzen zu befürchten habe. Und das, obwohl die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Jetzt spricht Bernhard Ozlsberger, provisorischer Referatsleiter für Gemeindefinanzen und -aufsicht, von einem „Missverständnis“, da die Prüfung der Stadtgemeinde durch die Aufsichtsbehörde zurzeit noch läuft und natürlich erst nach Abschluss eine Aussage getroffen werden könne.

Auch der Fakt, dass mit Brigitte Novosel eine örtliche Stadträtin die leitende Funktion in der Prüfungsabteilung besetzt, sorgt für Unterstellungen seitens der politischen Mitbewerber. Ozlsberger weist jegliche Verstrickungen seiner Chefin zurück: „Novosel ist selbstverständlich bei allen Akten und Sachverhalten Pinkafeld betreffend befangen. Sie legt größten Wert auf strikte Trennung ihrer Funktionen.“

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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