Vorfälle vor Schule

Kinder angelockt: Mann im Fokus der Ermittlungen

Niederösterreich
16.01.2026 13:00
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

Gleich mehrere Kinder soll ein Unbekannter vor dem Mary Ward-Schulcampus in St. Pölten angesprochen und zudem versucht haben, sie in sein Auto zu locken. Nun hat die Polizei einen konkreten Verdächtigen im Visier. Für neuen Wirbel sorgt indes ein Vorfall in Sieghartskirchen.

Binnen weniger Tage schilderten unabhängig voneinander gleich mehrere Burschen einen ähnlichen Vorfall: Sie waren vor dem Mary Ward-Schulcampus im Zentrum von St. Pölten von einem glatzköpfigen Mann angesprochen worden. Mit Süßigkeiten oder der Schock-Nachricht, die Mama sei verletzt, hatte er jeweils versucht, die Schüler in sein Auto zu locken. Auch ein Erwachsener hatte einen der Vorfälle von der Weite beobachtet.

Richtig reagiert
Jedes Kind hat zum Glück richtig reagiert und ist weitergegangen. Teilweise haben sie allerdings erst zu Hause – also Stunden später – den Eltern davon erzählt. Nichtsdestotrotz scheinen die Ermittlungen der Polizei von Erfolg gekrönt zu sein. Man hat einen konkreten Verdächtigen im Visier. Nähere Details wollte man aber vorerst nicht verraten.

In Sieghartskirchen sorgen zwei Männer in einem Kastenwagen für Angst und Schrecken. ...
In Sieghartskirchen sorgen zwei Männer in einem Kastenwagen für Angst und Schrecken. (Symbolbild)(Bild: Privat)

Für große Aufregung sorgte indes ein möglicher weiterer Fall einer versuchten Kindesentführung. In Sieghartskirchen im Bezirk Tulln hatte die Direktorin der Volksschule in einem Schreiben um erhöhte Vorsicht gebeten.

Was war passiert? Ein Bursche soll von zwei maskierten Männern in einem weißen Lieferwagen zunächst verfolgt worden sein. Wenig später sei einer der beiden ausgestiegen. Doch der Schüler habe geistesgegenwärtig sein Handy gezückt und zu verstehen gegeben, dass er die Polizei bereits verständigt hat. Danach sei es ihm gelungen, nach Hause zu laufen. Vom Fenster aus habe er dann beobachtet, dass die Männer noch kurz gewartet hätten und erst dann weggefahren sind.

„Gehen jedem Fall nach“
Doch handelt es sich wirklich um Kriminelle in dem Auto? „Wir gehen natürlich jedem Fall nach“, betont die Polizei auf Anfrage. Die Anzeige selbst klingt aber etwas weniger dramatisch als die Schilderung der Schule. Die Männer seien weder maskiert gewesen, noch ausgestiegen.

Sie hätten dem Buben „lediglich“ aus dem Auto heraus signalisiert, näherzukommen, wodurch es dieser mit der Angst zu tun bekam und sein Handy zückte. Umgedreht und kurz vor dem Haus gewartet hat der Fahrer aber dann schon – was er tatsächlich wollte, ist noch unklar.

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