Bestätigt:

Hacker-Attacke: FIFA-Boss Infantino ist „besorgt“

Der Fußball-Weltverband FIFA ist nach eigenen Angaben Ziel einer Hacker-Attacke geworden. In einer Mitteilung vom Dienstag, aus der die Nachrichtenagentur AP zitierte, verurteilte die FIFA den Angriff und zeigte sich besorgt darüber, dass illegal auf einige Informationen zugegriffen worden sei. FIFA-Präsident Gianni Infantino rechnet sogar damit, dass auch persönliche Informationen von ihm betroffen sind.

Aber es sollen sogar hochsensible Daten von Präsident Gianni Infantino in die Hände der Angreifer geraten sein. Der FIFA-Boss vielsagend: „Mein Job beinhaltet Diskussion, Dokumente auszutauschen, Entwürfe, Ideen, was auch immer, zu vielen, vielen, vielen, vielen Themen“, sagte Infantino. Die FIFA war nach eigenen Angaben Ziel einer Hacker-Attacke geworden. Wie der Weltverband auf Anfrage mitteilte, verurteilt er „alle Versuche, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten in jeder Organisation durch unrechtmäßige Praktiken zu kompromittieren“.

Anfang Oktober hatten bereits das FBI und das US-Justizministerium sieben Agenten des russischen Militärgeheimdiensts GRU unter anderem wegen der Hackerangriffe auf Organisationen des Weltsports angeklagt. Dazu gehören neben der FIFA auch der Internationale Sportgerichtshof (CAS), die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und der Internationale Leichtathletik-Verband (IAAF).

48 statt 32 WM-Starter
Die FIFA wurde der eigenen Darstellung zufolge von Medien mit internen Informationen konfrontiert. „Auf die Fragen, die wir erhalten haben, haben wir geantwortet“, sagte Infantino. Der FIFA-Chef hielt sich am Dienstag beim Kongress der Asiatischen Fußball-Könfederation in Kuala Lumpur auf und äußerte sich dabei unter anderem zur Debatte, ob bereits die WM 2022 in Katar mit 48 statt 32 Teams gespielt werden könnte. Dies sei machbar, sagte der 48-Jährige. Derzeit prüft der Gastgeber der WM in vier Jahren, inwiefern eine Aufstockung möglich ist.

Immer wieder wurden in den letzten Jahren vertrauliche Details aus dem Fußball-Geschäft veröffentlicht. Allen voran das Recherche-Team von „Football Leaks“ enthüllte Gehaltsabrechnungen von Fußballern, woraus Anklagen wegen Steuerhinterziehung (u.a. gegen Lionel Messi und Cristiano Ronaldo) resultierten. Auch die Vergewaltigungsanschuldigung gegen Ronaldo wurde erstmals durch „Football Leaks“ öffentlich. 

krone Sport
krone Sport
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Samstag, 27. Februar 2021
Wetter Symbol

Sportwetten