30.10.2018 12:36 |

Nächstes Tief kommt

So viel Regen im Süden wie in Wien in einem Jahr

Seit mittlerweile vier Tagen befindet sich besonders der Süden Österreichs im nassen und stürmischen Würgegriff heftiger Unwetter, die den Einsatzkräften Nervenstärke, aber auch einiges an Muskelkraft abverlangen. Wie enorm die Niederschlagsmenge der vergangenen Tage war, zeigt ein erschreckender Vergleich der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG): „Der Süden hat in den vergangenen vier Tagen so viel Niederschlag abbekommen wie Wien in einem ganzen Jahr.“ Am Donnerstag soll es erneut zu regnen beginnen ...

Zwar sei die Wetterlage per se „klassisch“ und generell „nicht ungewöhnlich, die Menge aber schon“, so der Experte der ZAMG weiter. So wurden an manchen Messstellen Spitzenwerte von bis zu 600 Millimetern Niederschlag gemessen, und das allein in den vergangenen vier Tagen. Zum Vergleich: In der Bundeshauptstadt kommen über das ganze Jahr gesehen etwa 500 bis 600 Millimeter zusammen.

Die Top drei der Regenspitzenreiter kommen dabei durchwegs aus Kärnten: Kötschach-Mauthen belegt mit 439,8 Litern pro Quadratmeter den ersten Platz, dahinter folgt Kornat mit 414,8 und Dellach im Drautal mit 346,5 Litern.

Windspitzen von 174,6 km/h
Auch die Windspitzen der vergangenen Tage sind durchaus eindrucksvoll: So wurden etwa am Tiroler Brunnenkogel 174,6 km/h gemessen. Dahinter reiht sich der Feuerkogel in Oberösterreich mit 159,1 km/h ein. Ebenfalls beeindruckende 155,5 km/h wurden am Semmering gemessen.

Nur kurze Verschnaufpause vor dem nächsten Regen
Laut Prognose heißt es für den Mittwoch: einmal kräftig durchatmen. Der Regen lässt im Süden nach, hartnäckiger hält sich allerdings der Südföhn, der uns Tageshöchsttemperaturen von stellenweise sogar 20 Grad beschert.

„Jeder Tropfen ist einer zu viel“
Lange erfreuen können wir uns daran allerdings nicht, denn bereits am Donnerstag kehrt der Regen vor allem im Süden und Südwesten des Landes zurück - und auch diesmal dürften die Niederschlagsmengen groß sein. Wie viel tatsächlich auf Österreich zukommt, lässt sich laut Prognose noch nicht gesichert sagen: „Nicht so stark wie zuletzt, aber angesichts der bereits durchnässten Böden ist jeder Tropfen einer zu viel“, hieß es vonseiten der ZAMG.

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