27.10.2018 07:11 |

Nach „Sojus“-Fehlstart

Nächste Crew soll vor Weihnachten zur ISS fliegen

Zwei Monate nach dem Fehlstart einer „Sojus“-Trägerrakete soll es Ablöse für drei Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS geben. Kurz vor dem Heiligen Abend, am 20. Dezember, soll sich erneut ein Trio mit einer „Sojus“ auf den Weg zum Außenposten der Menschheit im Weltall machen.

Zwei Wochen nach dem Fehlstart der bemannten „Sojus“-Rakete hat Russland am Donnerstag erfolgreich einen Militärsatelliten ins All geschickt. Es war der erste Start nach der Panne, die zum Glück glimpflich ausging. Start und Flug der unbemannten Rakete seien nach Plan verlaufen, berichteten russische Medien unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.

Astronauten überlebten dank Rettungssystem
Am 11. Oktober war es beim Flug einer „Sojus“-Trägerrakete zu einem Unfall gekommen. Er passierte rund zwei Minuten nach dem Abheben vom Weltraumgelände Baikonur in Kasachstan bei der Abtrennung der ersten von der zweiten Stufe (siehe Video unten). Die Raumfahrer Alexej Owtschinin (Russland) und Nick Hague (USA) in der Kapsel überlebten dank des eingebauten Rettungssystems unverletzt.

Russland hatte nach dem Vorfall angekündigt, schnell wieder Raketen ins All zu bringen. Der nun erfolgte Start der „Sojus“-Trägerrakete vom überwiegend militärisch genutzten Weltraumbahnhof Plessezk soll wohl zeigen, dass die Raketen dieser Baureihe keine grundsätzlichen Probleme haben.

Laut Angaben von NASA-Chef Jim Brindenstein werden sich am 20. Dezember die US-Astronautin Anne McClain, der russische Kosmonaut Oleg Kononenko und David Saint-Jacques von der kanadischen Raumfahrtagentur CSA auf den Weg zur ISS machen. Owtschinin und Hague würden zu einem späteren Zeitpunkt eine neue Chance erhalten, versicherten Verantwortliche von NASA und der russischen Raumfahrtagentur Roscosmos.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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