So, 21. Oktober 2018

Sechs warten noch

10.10.2018 19:17

Sechs Urteile im Rauschgift-Prozess

Zwei unbedingte Haftstrafen, zwei teilbedingte und zwei Bewährungsstrafen verkündete der Richter im derzeit laufenden Suchtgift-Verfahren um einen Drogen-Ring im Pinzgau - zwei Urteile sind nicht rechtskräftig. Es ist ein klares Signal: Nicht nur für die restlichen sechs Angeklagten, sondern für alle die mit Drogen handeln. Heute wird der Prozess fortgesetzt.

Vier Jahre muss ein serbischer Kranfahrer (36), der deutsche Verbindungsmann des Netzwerks, absitzen. 3,5 Jahre bekam sein deutscher Komplize (38). Bedenkzeit meldeten deren Verteidiger Kurt Jelinek und Florian Höllwarth - daher sind diese Urteile nicht rechtskräftig. Beide hatten ein vollumfängliches Geständnis abgelegt - zudem half der 36-Jährige bei der Wahrheitsfindung, ein Milderungsgrund. Auch voll geständig war der Jüngste im Bunde, ein Bosnier (19) aus Saalfelden. Er bekam drei Jahre teilbedingt, eines davon unbedingt. Da er schon acht Monate in U-Haft war, wurde er bedingt entlassen.

Geständnis wirkte sich stark aus

Eineinhalb Jahre auf Bewährung fasste eine Kroatin (47) aus Wien aus. Ein Elektriker (32) - der eine illegale Stromleitung für eine Cannabis-Plantage legte - muss sechs der 24-monatigen Strafe hinter Gittern verbringen. Noch am Vormittag bekam eine Frau (22) ein Jahr auf Bewährung - wegen ihrer „untergeordneten Tatbeteiligung“, so Richter Christian Ureutz. Das Geständnis war bei allen „sehr weitgehend“ strafmildernd. Den es geht immerhin um ein „Kapitalverbrechen“.  Heute wird ab 9 Uhr weiterverhandelt: Von 13 Angeklagten warten noch sechs auf ihr Urteil.

Antonio Lovric
Antonio Lovric

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