Sa, 20. Oktober 2018

Geste in Cup-Spiel

27.09.2018 13:45

Djuricin: „Ich würde unsere Fans nie beleidigen“

Es knisterte bei der Pressekonferenz. Am Tag nach Rapids Aufstieg ins Cup-Achtelfinale in Mattersburg wandten sich sowohl Sportchef Fredy Bickel wie auch Trainer Goran Djuricin mit emotionalen Worten an die Medienvertreter. Letzter wehrte sich gegen die den Anschuldigungen rund um seine interpretationsbedürftige Geste „vehement“. Und: „Ich entschuldige mich nicht für etwas, das ich nicht getan habe.“

Der Stinkefinger sei es gewesen; der angedeutete Vogel in Richtung der eigenen Fans soll es gewesen sein - alles Unsinn, betonte Goran Djuricin am Donnerstag. „Ich wehre mich vehement gegen diese Unterstellungen. Ich käme nie auf die Idee, unsere eigenen Fans zu beleidigen.“ Folglich weigerte sich der Cheftrainer, sich für etwas zu entschuldigen, „das ich nicht getan habe“.

„Boshaft bis ekelhaft“
Unmittelbar zuvor hatte Sportchef Fredy Bickel zum Rundumschlag ausgeholt. Er wolle von Djuricin gar nicht wissen, was die Geste bedeuten hätte sollen. Aus mehreren Gründen. Was in Mattersburg an Beschimpfungen und Beleidigungen von der VIP-Tribüne daherkam, hätte jede Grenze überschritten, so Bickel.

Dazu mokierte er sich über fehlendes Verantwortungsbewusstsein von Journalisten. Bickel im O-Ton: „Wenn Fans etwas in das Verhalten vom Trainer interpretieren, habe ich noch ein gewisses Verständnis. Wenn das aber von den Medien passiert, habe ich kein Verständnis.“ Was Djuricin medial angedichtet wurde, sei „boshaft bis ekelhaft. Das geht schon in Richtung Rufschädigung“.

Hier sehen Sie das komplette Statement Bickels im Video:

„Habe niemanden geschlagen, aber ...“
Bickel spitzte weiter zu: „Ich habe in meinem Leben noch nie jemanden geschlagen. Aber gestern habe sogar ich mich zurückhalten müssen, um nicht auf die Tribüne zu klettern - wohlgemerkt auf die VIP-Tribüne.“ Der Rapid-Fan-Tribüne hätte die Geste Djuricins nicht gelten können, weil sich Djuricin weit davon entfernt befunden hatte.

„Große Bewunderung für Djuricin“
Wie Djuricin mit der aktuellen Situation umgehe, ringe ihm „große Bewunderung“ ab. Niemand könne sich vorstellen, welcher Drucksituation der Cheftrainer ausgesetzt ist.

Die Erklärung, wem die Geste denn nun gegolten hat und was sie bedeutet haben soll, blieb Djuricin übrigens schuldig (auch weil kein Journalist danach fragte).

Michael Fally
Michael Fally

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