Di, 16. Oktober 2018

„Israel ist Schuld“

Syrien: Russischer Aufklärer abgeschossen, 15 Tote

Ein russisches Aufklärungsflugzeug ist nach Angaben des russischen Militärs versehentlich von der syrischen Luftabwehr über dem Mittelmeer abgeschossen worden. General Igor Konaschenkow machte am Dienstag in Moskau aber Israel für den Fehltreffer verantwortlich: Dessen F-16-Kampfjets hätten sich bei ihrem Angriff auf Ziele in Syrien hinter dem russischen Flugzeug „versteckt“. Russland behalte sich Schritte gegen Israel vor, sagte der General. Er sprach von 15 getöteten Soldaten.

Das Flugzeug des Typs Il-20 sei bereits am späten Montagabend nicht mehr zu orten gewesen, hieß es. Zu der Zeit hätten israelische Kampfjets des Typs F-16 Ziele in der syrischen Küstenprovinz Latakia angegriffen. Das Flugzeug habe sich auf dem Rückweg zu der russischen Militärbasis Hmeimim nahe der Küste im Westen Syriens befunden. Die Iljuschin-Maschine sei gegen 22 Uhr von den Radarschirmen verschwunden.

Zur gleichen Zeit hätten israelische Kampfjets und ein französisches Kriegsschiff Angriffe auf Regierungseinrichtungen in Latakia, in deren Nähe sich der russische Stützpunkt Hmeimim befindet, ausgeführt, hieß es. 

Angriffe auf Latakia
Zuvor hatten Augenzeugen die Angriffe auf Latakia bestätigt. Die syrische Luftwaffe meldete nach Berichten staatlicher Medien, sie habe mehrere Raketen abgefangen, die vom Mittelmeer aus auf eine staatliche Technologieeinrichtung in der Hafenstadt abgefeuert worden seien. Nach Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte galt der Angriff einem Raketendepot. Starke Explosionen seien zu hören gewesen. Die Urheberschaft der Angriffe war zunächst unklar.

Israel hat in der Vergangenheit häufig Waffen- und Munitionslager in Syrien angegriffen, um die Aufrüstung der dort stationierten iranischen Einheiten oder die Lieferung von Waffen an die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah zu verhindern. Ein Sprecher der israelischen Streitkräfte lehnte einen Kommentar ab.

 krone.at
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