Mi, 21. November 2018

Prozess in Klagenfurt

07.09.2018 21:59

Lokführer und Polizist als Wilderer ertappt

Peinlicher geht es kaum: Da ist ein Kärntner Polizist auch Jäger, schießt eine Hirschkuh im fremden Revier, wird vom Aufsichtsjäger beobachtet - und kommt beim Abtransport des Tieres auch noch in eine Polizeikontrolle. Wilderer-Prozess in Klagenfurt.

„Er hätte dort nicht schießen dürfen“, sagte der Aufsichtsjäger klipp und klar. Man sei auf der Hut gewesen, nachdem man immer wieder „ungeklärte Schüsse“ bemerkt hatte. Und prompt sah der Waidmann die beiden aus dem Wald fahren. Zum „Waidmannsheil“ kam die Anzeige, die sich bei einer Polizeikontrolle bewahrheitet hatte. Im Kofferraum lag die geschossene - sprich gewilderte - Hirschkuh.

Beim Prozess versuchten Polizist und Lokführer zu retten, was nicht mehr zu retten war. Sie diskutierten stundenlang über Witterungsverhältnisse, Blutspuren - die nur entstanden sein sollen, weil sie das Tier aus dem Auto geholt und gewaschen hätten, da es der Hund des Polizisten „angeknabbert“ habe! - Abschussorte und Reviergrenzen.

Richter Uwe Dumpelnik verurteilte den Lokführer zu 7380, den Polizisten zu 7840 Euro Geldstrafe. Und 900 Euro Schadenersatz. Berufung, also Urteil nicht rechtskräftig.

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