Foda will Platz 1

So funktioniert die Nations League für unser Team

Fußball National
03.09.2018 13:51
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Es wird ernst für Teamchef Franco Foda und unsere Nationalmannschaft. Denn nach der Generalprobe am Donnerstag in Wien gegen Schweden erfolgt am 11. September in Zenica mit dem Spiel gegen Bosnien-Herzegowina der Startschuss zur Nations League. Der neu entwickelte Bewerb bietet eine weitere Chance auf die Teilnahme bei der EM 2020. Doch wie funktioniert der neue Wettbewerb im Detail?

Der Modus ist etwas unübersichtlich. Die 55 Teilnehmer sind nach ihrer derzeitigen Stärke in die Ligen A, B, C und D eingeteilt. In jeder Liga wurden vier Gruppen zu je drei oder vier Teams ausgelost, die im Herbst mit Hin-und Rückspiel ausgetragen werden. Die jeweiligen Gruppensieger steigen um eine Liga auf, die jeweiligen Gruppenletzten um eine Liga ab. Die vier Gruppensieger der A-Liga spielen in einem Final Four im Juni 2019 um den Nations-League-Titel.

Das ÖFB-Team trifft in Gruppe 3 der Liga B auf Bosnien-Herzegowina und Nordirland. Sollten die Österreicher die Gruppe gewinnen, würden sie nicht nur in die Liga A aufsteigen - die Duelle mit den Topnationen verspricht - sondern hätten auch fix eine zweite EM-Chance. Und zwar über das Play-off im März 2020. 

Wenn sich unsere Gegner Bosnien und Nordirland auf normalem Weg für das Kontinentalturnier qualifizieren, würde für die „Restplatzbörse“ aber sogar der mit dem Abstieg verbundene dritte Nations-League-Gruppenrang reichen.

Foda will Platz eins
„Wir werden alles probieren, um Gruppenerster zu werden“, sagt Teamchef Franco Foda vor seinem ersten Pflichtspiel. “Dann würden wir fix in die A-Liga aufsteigen, was imagetechnisch und finanziell für den ÖFB wichtig ist. Außerdem hätten wir bei Platz eins auf jeden Fall noch neben der EM-Quali eine Möglichkeit, an der EM 2020 teilzunehmen. Es ist doch schön zu wissen, dass man nach der EM-Qualifikation noch eine zweite Chance hat.“

Denn: Mit der eigentlichen Qualifikation für die EM 2020, die im Jahr 2019 ausgetragen wird, hat die Nations League vorerst nur insofern zu tun, dass sie über die Setzung für die Auslosung am 2. Dezember in Dublin entscheidet. In der EM-Qualifikation werden in zehn Gruppen insgesamt 20 EM-Startplätze für 2020 ausgespielt. Für die restlichen vier Teilnahmeberechtigungen kommt dann wieder die Nations League ins Spiel.

Mehr Länderspiele, wie oft von Kritikern behauptet, gibt es durch die von Michel Platini initiierte Nations League übrigens nicht, allerdings stehen mehr Partien mit Wettkampf-Charakter auf dem Programm. Das bedeutet für die nationalen Verbände auch höhere Einnahmen. Durch die EM-Tickets, die den vier Ligen vorbehalten sind, haben auch kleinere Fußball-Länder wie Georgien, Weißrussland oder Aserbaidschan in Liga D eine realistische Chance auf die Teilnahme am Kontinentalturnier.

Eröffnet wird die neue Nations League übrigens am Donnerstag gleich mit dem Kracher zwischen dem alten Weltmeister Deutschland und dem neuen Frankreich in München. 

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