04.05.2004 07:03 |

Eishockey-WM

Österreich unterliegt Lettland 2:5

Österreichs Eishockey-Team hat die historische Chance, das Viertelfinale der WM zu erreichen, verpasst. Trotz einer schnellen Führung unterlag man den Balten letztlich mit 2:5.
Das Spiel hätte für Österreichnicht besser beginnen können. Die Letten stellten sich fastschon ängstlich hinten rein und wurden für diese Angsthasen-Taktikauch prompt bestraft: Harand traf nach herrlicher Vorarbeit vonHorsky. Dann ließen sich die Österreicher von der Schlafwagen-Hockey-Taktikder Letten anstecken. Anstatt nachzusetzen entwickelte sich einlangweiliges erstes Drittel ohne weitere große Höhepunkte.
 
Alles anders im zweiten Drittel
Im zweiten Drittel kamen die Letten wie verwandeltaus der Kabine und kamen durch Zoltoks bei ihrem ersten Powerplayim Spiel gleich zum Ausgleichstreffer (23.). Kurz darauf die Aktion,die das Spiel endgültig wenden sollte: Peintner checkt einenLetten an der Bande völlig unnötig und viel zu brutalnieder. Der Lette muss verarztet werden, Peintner bekommt eine5 Minuten und Spieldauerdisziplinarstrafe. Im folgenden Powerplaygelingt den Letten das 2:1 (27.).
 
Kurz darauf müssen zwei Letten in die Kühlbox,aber Österreich kann die numerische Überlegenheit nichtnützen, statt dessen stellt der von der Strafbank kommendeTribuncovs völlig allein auf 3:1 für Lettland (34.).
 
In der 35. Minute keimt nochmals Hoffnung bei denÖsterreichern auf: Setzinger erzielt aus dem Nichts den Anschlusstreffer.In den folgenden fünf Minuten drücken die Österreicherheftig auf den Ausgleich, aber vor dem Tor wird viel zu oft zuunkonzentriert reagiert.
 
Die Letten machen alles klar
Im letzten Drittel machen die routinierten Lettendann den Sack zu: Rekis (50.) trifft nach einem heillosen Durcheinanderin der österreichischen Verteidigung zum 4:2. Zwei Minutenvor Schluss nimmt Teamchef Pöck Goalie Divis vom Eis, umdas Unmögliche doch noch zu schaffen, aber Macijevskis trifftin der 59. Minute ins leere Tor.
 
Nach der WM ist vor der WM
Österreich ist damit ausgeschieden, hat keineChance mehr auf das Viertelfinale. In den letzten beiden Partiengegen Deutschland und Lettland merkte man unserem jungen Teamsowohl physische als auch psychische Schwächen an. Auf dieHeim-WM im nächsten Jahr darf man sich aber schon jetzt freuen,denn dann haben unsere Jungstars wie Pöck und Vanek wohlschon eine komplette NHL-Saison in den Beinen und mal schauen,was mit den anderen Jungstars wie Koch, Welser und Setzinger imSommer noch so alles passiert. Die nordamerikanischen Scouts habensich diese Namen jedenfalls schon in ihren Notizblöcken rotangestrichen.
Dienstag, 11. Mai 2021
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