Tourismus in Sorge

Wölfe verjagen: Abschuss als letzter Ausweg

Der Spagat zwischen dem Wohl der Wölfe und dem Schutz der Bevölkerung stellt die heimische Politik vor große Herausforderungen. Nach dem Beschluss von „Vergrämungsmaßnahmen“ hofft man auf Besserung. Der letzte Ausweg seien gezielte Abschüsse, heißt es.

Blutige Bilanz: Alleine in der Region um Langschlag und Bad Großpertholz gab es zuletzt 31 Wolfsattacken auf Schafe. Die betroffenen Bauern sind dementsprechend erbost über das bestehende Abschussverbot für die Raubtiere. Wie berichtet, sollen Schreckschüsse und Gummimunition die Wölfe nun aus den Gebieten im Waldviertel vertreiben.

Aber auch Bevölkerung und Tourismus sprechen sich für eine Regulierung aus. Meinungsforscherin Sophie Karmasin erklärt: „Drei Viertel der befragten Anrainer warnen ihre Kinder vor der Gefahr durch den Wolf. Auch Tourismusbetreiber sehen die Lage negativ.“ Die Politik will erst die Ergebnisse der Maßnahmen abwarten. „Wir werden die Tiere mit Sendern ausstatten und die Situation bis Jahresende beobachten. Der Schutz des Menschen geht vor“, betonte VP-Umweltlandesrat Stephan Pernkopf gestern.

Sollte der Plan scheitern, dann stehen laut Wolfsmanagement-Plan auch Abschüsse auf dem Programm.

Josef Poyer & Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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