So, 23. September 2018

„Brauchen eine Lösung“

22.08.2018 08:06

Bundesschulsprecher sauer über totales Rauchverbot

Ab sofort soll es mit dem blauen Dunst auf Österreichs Schulhöfen vorbei sein: Denn seit dem 1. Juli gilt eine Neuregelung des Rauchverbots, welche dieses praktisch auf die gesamte Schulliegenschaft ausgedehnt, etwaige per Hausordnung mögliche Ausnahmeregelungen wurden damit aufgehoben. Während Eltern und Lehrer großteils positiv auf die Neuregelung reagieren, zeigen sich Schülervertreter kritisch.

Bundesschulsprecher Harald Zierfuß von der ÖVP-nahmen Schülerunion betont, dass er prinzipiell als bekennender Nichtraucher hinter dem neuen Verbot stehe, aber: „Für den Raucher ist klar, dass er keine sechs oder sieben Stunden am Stück ohne Zigarette aushält. Daher muss es auch für Nikotinsüchtige eine Lösung geben.“ Im Umkehrschluss dürfe aber „der sechsjährige Nichtraucher nicht in Mitleidenschaft gezogen werden“, so Zierfuß gegenüber dem „Ö1 Morgenjournal“. „Aus unserer Sicht ist das jedenfalls keine endgültige Lösung.“

„Das Problem wird sich verlagern“
„Schülern mit Verboten statt mit Überzeugung zu kommen, ist nie gut. Man wird jenen Schülern, die rauchen, per Erlass nicht das Rauchen austreiben“, steht auch für die Vorarlberger AHS-Landesschulsprecherin Alexandra Seybald fest. „Das Problem wird sich verlagern. Die Jugendlichen werden außerhalb der schulischen Freiflächen rauchen“, sagte Seybald gegenüber den „Vorarlberger Nachrichten“.

Lehrervertreter begrüßt Verbot
Lehrervertreter Paul Kimberger begrüßt das Verbot, welches ab sofort auch deutlich im Schulbereich durch Hinweistafeln kenntlich gemacht werden muss: „Weder Alkohol noch Nikotin - und schon gar nicht irgendwelche Drogen - haben etwas in der Schule verloren. Das gilt für Schüler genauso wie für Lehrer, wobei Letztere natürlich eine Vorbildfunktion haben.“

 krone.at
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