Der Rücktritt von Mesut Özil aus der deutschen Nationalmannschaft schlägt in unserem Nachbarland noch immer hohe Wellen. Jetzt meldete sich erstmals Deutschlands Mittelfeldmann Toni Kroos zu dem heiß diskutierten Thema zu Wort.
„Die Art und Weise seines Rücktritts war nicht in Ordnung“, übt der Real-Star gegenüber der „Bild“ deutliche Kritik an Özil. Der offene Brief, in dem der Arsenal-Star sein Nationalteam-Ende bekannt gab, sei „gut und richtig“. Dennoch wird er durch den „wesentlich höheren Anteil an Quatsch“ überschattet.
Vor allem die Rassismus-Vorwürfe gegen den DFB kann Kroos nicht nachvollziehen. „Ich denke, dass er selbst weiß, dass es Rassismus innerhalb der Nationalmannschaft und des DFB nicht gibt.„ Der 28-Jährige betont: “Wir setzen uns ja immer wieder aus Überzeugung für Vielfalt und Integration ein.“ Gerade Özil sei ein gutes Beispiel dafür.
Nach dem Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sei Özil laut Kroos „zu Recht“ kritisiert worden. Özil habe danach zudem die Chance verpasst, sich zu dem Bild zu äußern.
EM 2020 im Visier
Kroos selbst hat bereits die EM 2020 im Visier. „Ich werde den Weg weitergehen.“ Nach dem bitteren Vorrunden-Aus bei der WM in Russland sei seine Frau die Erste gewesen, „die gesagt hat: Schatz, so kannst du nicht zurücktreten.“
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